Vermischtes
Medienzentrale und Lebensarchiv: Grosse Änderungen bei Facebook
Es sind die grössten Änderungen in der Geschichte von Facebook: Die Nutzer des Online-Netzwerks können ihre Freunde künftig in Echtzeit wissen lassen, was sie gerade tun. Ist das der Auftakt zu einer neuen Datenschutz-Debatte?
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Ob beim Kochen oder Joggen, Musik hören und Filme gucken: Facebook will sich noch tiefer im Leben seiner 750 Millionen Mitglieder verankern.
Das Online-Netzwerk kündigte auf einer Entwicklerkonferenz etliche neue Funktionen an, mit denen Nutzer mehr aus ihrem Alltag preisgeben können. Musik, Filme und Nachrichten spielen dabei eine zentrale Rolle.
Medieninhalte empfehlen
Mit den wohl grössten Änderungen in seiner Geschichte beschwor das Unternehmen aus San Francisco allerdings sogleich Datenschutzbedenken herauf.
Wichtiger Bestandteil der vielen Neuerungen ist die Möglichkeit, Medieninhalte zu empfehlen. Nutzer sollen ihren Freunden zeigen können, welche Musik sie gerade hören, welche Filme sie schauen oder welche Artikel sie lesen. Dafür richtet das Unternehmen ein neues Tickerfenster ein, in dem Meldungen in Echtzeit einlaufen.
Dutzende Musikdienste, Online-Videotheken und Websites von Medienunternehmen kooperieren mit Facebook, darunter bekannte Namen wie Spotify, Netflix und das Wall Street Journal.
Ein Magazin über sich selbst
Zudem will Facebook seine Nutzer mit überarbeiteten Profilen enger an sich binden. Mitglieder können auf einer Zeitleiste (Timeline) alle wichtigen Dinge aus ihrem Leben in einem Magazin-artigen Layout zeigen. Das können Fotos sein oder die Orte, an denen sie sich oft aufhalten. Auch Kochbücher und Jogging-Tagebücher, die externe Firmen auf Facebook anbieten, lassen sich integrieren.
«So erzählt man die ganze Geschichte seines Lebens auf einer einzigen Seite», sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Spiegel Online bezeichnete die Funktion als «Lebensarchiv». Eingeführt werden soll sie in den nächsten Wochen.
Einen ersten Eindruck wie die Timeline aussehen soll, vermittelt der Video-Clip, der auf dem Facebook-Blog aufgeschaltet ist:
Manche sprechen vom «Ende der Privatsphäre»
Facebook versprach, dass Nutzer die Kontrolle darüber behalten, was ihr Netzwerk über sie erfährt. Viele Beobachter äusserten dennoch Datenschutz-Bedenken, in ersten Reaktionen von Twitter-Nutzern war vom «Ende der Privatsphäre» die Rede.
Ob diese Kritik berechtigt sei, hänge stark von der Umsetzung der neuen Funktionen ab, sagte der Gartner-Analyst Michael Gartenberg. «Es ist noch zu früh, um das zu bewerten. Facebook hat mittlerweile gelernt, dass sie in diesem Bereich vorsichtig sein müssen.» Entscheidend sei die Frage, ob das Unternehmen die Informationen standardmässig veröffentliche oder die Nutzer erst zustimmen müssten.
Ähnlich sieht es auch Luzius Müller, Fachredaktor Digital bei Radio DRS in der Sendung «Info 3»: «Mit den Neuerungen ändert sich in den Grundsätzen nichts. Auch künftig entscheidet der Nutzer selber, welche Inhalte er preisgeben will. Das hat Mark Zuckerberg zumindest versprochen. Und an dieser Aussage wird man ihn auch behaften.»
«Man verliert sein Leben»
Mit den angekündigten Neuerungen wolle sich Facebook noch tiefer im Leben der Nutzer verankern – etwa indem sie über ihre Freunde neue Inhalte entdecken, sagte Gartenberg. «Die Idee dahinter ist, dass die Nutzer mehr und mehr Zeit auf Facebook verbringen und dessen Dienste nutzen.»
Der amerikanische Journalismus-Dozent und Blogger Jeff Jarvis schrieb, Facebook erhöhe die Hürden, sich von der Plattform abzumelden: «Man verliert sein Leben.»
Mit den Änderungen facht das Unternehmen die Konkurrenz zu Google+ weiter an – dessen Betreiber Google hatte seinen Gegenentwurf zu Facebook jüngst für alle Nutzer geöffnet und mehrere technische Neuerungen angekündigt.
Google+ ist auf den Fersen
Facebook stellt derzeit im Wochentakt Neuerungen vor. So hilft das Unternehmen seinen Mitgliedern seit kurzem, den Empfängerkreis von Informationen einzuschränken. Dafür erstellt die Software anhand der Profilinformationen automatisch Listen, etwa mit Kollegen, Verwandten oder Mitschülern. Nutzer können zudem öffentliche Einträge anderer Mitglieder abonnieren, ohne deren Facebook-Freund zu sein.
Google+ bietet ähnliche Funktionen an. Erst diese Woche hat Facebook Änderungen am zentralen Element seiner Website vorgenommen, dem Live Stream, in dem Nutzer alle Neuigkeiten aus ihrem Netzwerk sehen. Dies solle sicherstellen, dass dort auftauche, was man sehen wolle, erklärte Facebook.
(dpa/buev)
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U. Rothenbühler, Bern
)
(freiesland
Verfasst am: 23.9.2011 14:12
Die Menschheit ist am kränkt..
Es ist schon unglaublich was da noch alles auf... mehr
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M. Fleischli, Dulliken/SO
)
(JuJu
Verfasst am: 23.9.2011 13:38
Stell Dir vor Du bist 18 Jahre alt ...
... machst Saufparti- und Sexbildli und zeigst... mehr
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A. F, Goldau
)
(alexis
Verfasst am: 23.9.2011 9:12
"Die Kinder/Jugendlichen haben...
...keine Zeit mehr für sich, überall Stress,... mehr
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