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Gotthard-Sanierung: Bundesrat entscheidet 2012

Donnerstag, 22. September 2011, 7:30 Uhr, Aktualisiert 15:39 Uhr

In ungefähr zehn Jahren steht die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels an. Der Ständerat hat ein Postulat abgelehnt, welches die Auswirkungen der bundesrätlichen Sanierungsvarianten genauer beleuchten soll. Bundesrätin Doris Leuthard versprach aber eine Entscheidung zur Sanierung im kommenden Jahr. Zu reden gibt weiterhin die Forderung nach einer zweiten Röhre.

Bild Autos fahren am im Gotthard-Strassentunnel in Richtung Süden (rechts) und Norden (links). (keystone)
Die notwendige Gotthard-Sanierung gibt Befürwortern einer zweiten Röhre neuen Aufwind. keystone

Der Bundesrat hat im vergangenen Dezember einen Bericht präsentiert, in dem er zum Schluss kommt, dass der Gotthardstrassentunnel (GST) ohne den Bau einer zweiten Röhre saniert werden kann.

Der Bundesrat schlug zwei Sanierungsvarianten vor. Beide sehen eine Sperrung oder Teilsperrung der Gotthardröhre über mehrere Jahre vor. Das geplante mehrjährige Bauvorhaben, hat unter anderem die alte Diskussion um eine zweite Röhre am Gotthard neu entfacht, sie dauert nun schon seit 20 Jahren an.

Die Mehrheit der Schweizer Stimmbürger allerdings kann sich nach wie vor nicht für eine weitere Röhre erwärmen. Das Volk schickte entsprechende Vorlagen an der Urne bereits zweimal bachab: 1994 bei der Alpen-Initiative und 2003 beim Gegenvorschlag der Avanti-Initiative.

Gotthard beschäftigt Parlament

Der Ständerat lehnte heute ein Postulat des grünliberalen Urner Ständerat Markus Stadler ab, welches vom Bundesrat einen Bericht zu volkswirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der Sanierung des Strassentunnels verlangte.

Laut Bundesrätin Doris Leuthard würde ein solcher Bericht die Sanierung des Gotthardtunnels weiter verzögern. «Wir haben bereits eine technische und volkswirtschaftliche Abklärung gemacht», so Leuthard. «Ob etappenweise oder ganze Schliessung, ist nicht relevant für die politische Entscheidung.»

Wenn alle Ergänzungsberichte vorliegen, werde sich der Bundesrat positionieren. «Im nächsten Jahre soll eine Entscheidung gefällt und weitere Planungen vorangetrieben werden», verspricht Leuthard. Der Ständerat schloss sich der Bundesrätin an. Das Postulat wurde mit 16 zu 12 Stimmen bachab geschickt.

Volk gegen weitere Röhre – Wirtschaft plant trotzdem

Neben den beiden bekannten bundesrätlichen Varianten beharrt eine starke Front aus Wirtschaft und Autolobby auf eine zweite Röhre am Gotthard – trotz des Neins der Urner Stimmbürger vor vier Monaten.

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse liess nach dem Abstimmungsentscheid ausrichten: «Wir sind mit Bauunternehmen und Banken im Gespräch». Wer hinter dem «Wir» steckt, ist nicht bekannt. Klar ist, dass die «Interessensgemeinschaft» Grundlagen ausarbeitet, um einer zweiten Röhre am Gotthard doch noch zum Durchbruch zu verhelfen. Die Röhre berappen sollen Private.

Die Übersicht der Varianten in der folgenden Bildergalerie: Vorschlag Bundesrat Variante 1 und 2. Vorschlag Wirtschaft und Autolobby Variante 3. An der Urne bachab geschickter Vorschlag der Jungen SVP Uri Variante 4.

(sf/schubeca/widb)

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 23.9.2011 8:35

Gotthard-Strassentunnels

Man könnte ja den Gotthard abtragen, das bringt... [1]  mehr

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U. U., Zentralschweiz
(newmexico Mann)
Verfasst am: 22.9.2011 20:49

Verkehrswege sind Gradmesser des Wohlstandes

Vom Nordkap bis Reggio di Calabria an der... mehr

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H. Wach, Luzern
(sfpluto1 Mann)
Verfasst am: 22.9.2011 20:08

Zwängerei von Economiesuisse, Strassenlobby, Giezendanner/SVP&Co

129 Jahre hat nun der Eisenbahntunnel ohne... [1]  mehr

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