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USA stellen neues Ultimatum im Steuerstreit

Samstag, 10. September 2011, 11:41 Uhr, Aktualisiert 18:09 Uhr

Nachdem die Credit Suisse (CS) diese Woche auf eine Mahnung der USA reagiert und statistisches Datenmaterial übergeben hat, sind nun auch mehrere Privatbanken in Zugzwang geraten. Die US-Steuerbehörde stellte offenbar ein zweites Ultimatum. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf wollte sich im Gespräch mit der «Tagesschau» dazu nicht konkret äussern.

Bild Ein Geschäftsmann in Anzug hinter einer US-Flagge.
Der Bundesrat überlässt die Entscheidung zur Aushändigung von Kundendaten den Banken. reuters

Bisher wurden die betroffenen Schweizer Banken «nur» aufgefordert, Vorabinformationen – so genannte «Preliminary Requests» – an die USA zu liefern. Dieses statistische Datenmaterial beinhaltet keine konkreten Kundendaten. Sie geben Informationen über Anzahl der US-Kunden und das Volumen der verwalteten Gelder.

Bundesrat wusste Bescheid

Diese Angaben lieferten nach der CS auch die neun Privatbanken. Damit wollten die Amerikaner bis Freitag erfahren, in welcher Grössenordnung die US-Geschäfte der jeweiligen Banken ausfallen.

Widmer-Schlumpf zum US-Steuerstreit

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf erklärte gegenüber der «Tagesschau», der Bundesrat sei über das Vorgehen der CS informiert gewesen. Zudem betonte sie, es habe sich nicht um Personendaten gehandelt. Der Austausch solcher Informationen sei unter Banken üblich.

Schweiz wartet auf Amtshilfegesuch

Beim nun zweiten Ultimatum – laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers» der 23. September – handelt es sich um ein «Full Request». Das heisst, dass den Banken nur noch die Überlieferung sensibler Kundendaten bleibt.

Die Finanzministerin wollte dieses Ultimatum weder dementieren noch bestätigen. Sie meinte, es liege nun an den USA, allfällige Amtshilfegesuche zu stellen, falls sie dies aufgrund der statistischen Daten der CS für nötig erachten.

Die Schweiz habe Verhandlungen mit den USA wieder aufgenommen. Amtshilfegesuche müssten im Rahmen des laufenden Doppelbesteuerungsabkommens gestellt werden, so Widmer-Schlumpf. Der Bundesrat sei vorbereitet, ein allfälliges Amtshilfegesuchs «sehr beförderlich zu erledigen».

Vorgehen den Banken überlassen

Gemäss dem «Tages-Anzeiger» Bericht soll Staatssekretär Michael Ambühl, der Chefunterhändler für den Bundesrat in Finanzfragen, angesichts dieser vollendeten Tatsachen «jeglichen Widerstand aufgegeben» haben.

Auch der Bundesrat scheint nicht mehr eingreifen zu wollen. Er soll entschieden haben, es den Banken zu überlassen, auf das US-Ultimatum «teilweise einzutreten». Die Aushändigung von Kundendaten scheint sich also zu verselbständigen.

Banken im Visier der US-Steuerbehörde

Credit Suisse

Bank Wegelin

Julius Bär

Basler Kantonalbank

HSBC

Neue Zürcher Bank

Lichtensteinische Landesbank

Bank Leumi

Bank Hapoalim

Mizrahi Bank

Quelle: Staatssekretariat für Finanzfragen

(sf/fref)

Kommentare aktiv...

M. Covolo, St.Gallen
(M.Covolo Mann)
Verfasst am: 13.9.2011 9:01

Sie bezichtigen UNS wegen Steuerbetrug aber..

...selber haben einige der Staaten (Kantone) auch... mehr

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E. Hasler, Zürich
(anti-demagogie Frau)
Verfasst am: 11.9.2011 9:14

Die USA werden den Rechtsstaat Schweiz respektieren

Was es nun braucht, ist Augenmass,... [1]  mehr

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U. Keller, Klaeng
(sailer Mann)
Verfasst am: 11.9.2011 8:57

na schau mal an

warum hat das BR EWS bei der UBS nicht auch so... mehr

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