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Preise und Petitionen fürs Parlament – Jugendsession zu Ende

Sonntag, 4. September 2011, 18:37 Uhr

Mit der Verabschiedung einer Reihe von Petitionen und der Verleihung des Prix Jeunesse 2011 an Nationalrat Luc Barthassat (CVP/GE) ist die 20. Eidgenössische Jugendsession zu Ende gegangen.

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Luc Barthassat erhielt den Prix Jeunesse. Er bekommt die Auszeichnung für seinen Einsatz, minderjährigen den Zugang zu einer Berufslehre zu ermöglichen. Dies erklärte Geo Taglioni, Projektleiter der Jugendsession vor den Medien.

Der Preis für besonderen Einsatz in jugendpolitischen Fragen wurde zum vierten Mal verliehen. Er ging zuvor an Pascale Bruderer (SP/AG), Otto Ineichen (FDP/LU) und Roger Nordmann (SP/VD).

Zum Abschluss der viertägigen Jubiläumssession verabschiedeten die Jugendlichen zudem zuhanden von Nationalratspräsident Jean-René Germanier (FDP/VS) eine Reihe von Petitionen. Germanier wird diese den zuständigen Kommissionen weiterleiten.

Aufforderung an die Medien

Unter den Petitionen figuriert wiederum ein Statement gegen Rassismus. So möchten die Jugendlichen durchsetzen, dass in den Medien künftig weder Nationalität, Religion noch die Ethnie von in Straftaten involvierten Personen veröffentlicht werden dürfen, wenn diese nicht ausdrücklich ihr Einverständnis gegeben haben.

Des Weiteren fordern die Jugendlichen zum Beispiel die Vereinheitlichung der unterschiedlichen kantonalen Bildungssysteme und die Schaffung eines eidgenössischen Bildungsdepartements. Ausserdem werden Gesamtarbeitsverträge für Lehrlinge und die Rückgängigmachung der Bahnliberalisierung verlangt.

Hoher Besuch

Ermutigt wurden die Jungpolitiker von Justizministerin Simonetta Sommaruga. Sie nahm an der Eröffnung der Plenarversammlung teil. Dann wandte sich auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann am «PolitBuskers» in der Berner Altstadt an die Jungpolitiker.

Auch dieses Wochenende debattieren wieder 200 Jugendliche im Bundeshaus («Tagesschau», 03.09.11)

Mit dem Festival «PolitBuskers» wurden die Anliegen der Jungpolitiker erstmals vom Bundeshaus auf die Strasse getragen. Auf drei Bühnen diskutierten rund 50 junge Nationalratskandidatinnen und -kandidaten mit Schneider-Amman und weiteren Politikern sowie mit dem Publikum ihre Ideen und Visionen.

Bundeshaus in der Hand der Jugend

Das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, härtere Waffenschutzgesetze oder Massnahmen gegen Rassismus – viele Themen, die einst in der Jugendsession debattiert wurden. Sie kamen später sogar vors Volk und erlangten nationale Bekanntheit. Lesen Sie dazu mehr hier

(sda/muei)

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