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Schule will nicht Spielball der Politik sein

Freitag, 2. September 2011, 16:43 Uhr, Aktualisiert 21:11 Uhr

Der Lehrerdachverband fordert einen verbindlichen Auftrag und einen schweizweit gültigen Kernlehrplan. Die Schulen fühlen sich nämlich zunehmend als «parteipolitisches Vehikel». Diese Wünsche und Sorgen wurden am ersten Schweizer Bildungstag geäussert.

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Schule will nicht Spielball der Politik sein (Tagesschau, 02.09.2011)

Beat Zemp vom Lehrerverband betonte, das gestiegene Interesse der Parteien und der Medien an der Schule und am Bildungswesen sei erfreulich.

Die Schattenseite aber sei: «Der Preis für die politische Einflussnahme auf die öffentliche Schule ist nicht nur ideologisches Gezänk zwischen Lobbygruppen und Expertenstreit.» Die Schule werde zunehmend auch «als parteipolitisches Vehikel missbraucht, um neue Wählerstimmen zu gewinnen».

Parteien unter der Lupe

Der Dachverband der Schweizer Lehrer (LCH) hatte die Positionspapiere der Parteien analysiert. Damit wollte er herauszufinden, welche Parteien die Anliegen und Positionen der Lehrerschaft teilen und sich für ein starkes öffentliches Bildungswesen einsetzen.

Bild Ein Mädchen hebt die Platte eines Schultischs.
Kurz vor den Wahlen schauen die Lehrer genau hin, welche Position die Parteien bezüglich Bildung verfolgen. keystone

Es wurden sieben Punkte aufgestellt, die genau angeschaut werden. So fordern die Lehrer unter anderem mehr Geld für die Bildung als Beitrag an die Demokratie, eine bessere Ausbildung der Lehrer und mehr Lohn. Damit werde der Beruf attraktiver und Respekt vor dem Lehrerberuf gefördert.

Ambitiöse Forderung

Wichtiger Punkt für die Lehrerschaft ist ein «griffiger und klarer Kernlehrplan, der in der ganzen Schweiz seine Gültigkeit hat», wie LCH-Zentralsekretärin Franziska Peterhans erklärte. «Und wir müssen dann auch geschützt sein vor ständiger direkter Einmischung in den Bildungsauftrag.»

Westschweiz als Vorreiterin

Die Westschweiz kennt seit 2011 einen gemeinsamen Lehrplan. Ab 2014 müssen ihn alle Kantone in der Westschweiz einführen. Der Lehrplan gibt klare Zielsetzungen in den verschiedenen Fächern vor, welche die Schüler während der obligatorischen Schulzeit erreichen müssen.

Die Romandie hat damit gegenüber der Deutschschweiz einen Vorsprung: Die deutschsprachigen Kantone sind mit ihrem Pendant, dem «Lehrplan 21», noch nicht so weit. Sie haben sich erst auf dessen Grundzüge geeinigt.

Mit dem Westschweizer Lehrplan und dem «Lehrplan 21» der Deutschschweiz erfüllen die Kantone die via Bildungsartikel in der Bundesverfassung vorgeschriebene Harmonisierung der Bildungsziele.

Die Forderung des gemeinsamen Lehrplans ist ambitiös angesichts der föderalistischen Organisation des Schulwesens. Dennoch scheine er gut unterwegs zu sein, angesichts der Fortschritte, die der Lehrplan 21 mache, glauben die Lehrer.

Politiker sollen Farbe bekennen

Am Schweizer Bildungstag trafen sich Bildungspolitiker aller Parteien, Verwaltungsvertreter, die Spitze der Erziehungsdirektorenkonferenz sowie Lehrerinnen und Lehrer.

Organisiert wurde der Bildungstag vom LCH und seinem Westschweizer Pendant, dem Syndicat des enseignants romands (SER). Parteien und Politiker sollten kurz vor den Wahlen «Farbe bekennen», war die Forderung des LCH.

Für die anwesenden Politiker bietet der Bildungstag Gelegenheit zur Eigenwerbung. (Tagesschau, 02.09.11, 19.30 Uhr)

(sda)

Kommentare aktiv...

R. Meier

Verfasst am: 4.9.2011 12:39

Es sollte an der Schule viel mehr Heimatkunde

unterrichtet und den Schülern das richtige... mehr

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G. bossert, Safenwil
(fama Frau)
Verfasst am: 3.9.2011 13:08

Auch hier wieder einmal mehr deutlich zu erkennen,

< grundsätzlich wäre es richtig, die... mehr

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F. Bussmann, Laupersdorf
(frank.bussmann )
Verfasst am: 3.9.2011 8:17

Das teuerstes Schulsystem der Welt , ...

... aber schon bald das schlechteste weltweit. 70... mehr

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