Schweiz
Bund schiebt Hooligan-Problem auf Kantone ab
Der zehnte nationale Runde Tisch zum Thema «Gewalt im Sport» fand am Donnerstag in Bern statt – und er war vorläufig auch der letzte auf nationaler Ebene. Der Sportminister Ueli Maurer liess mitteilen, dass mögliche Massnahmen jetzt lokal umgesetzt werden müssten.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Es liege jetzt an den kantonalen und lokalen Behörden, selbst Lösungen zu suchen, die die Gewalt in den Stadien eindämmen könnten, sagte Maurer. In welche Richtung diese Lösungen gehen müssten, hat der Runde Tisch auf nationaler Ebene laut Maurer in zahlreichen Handlungsrichtlinien aufgezeigt. Dieser Runde Tisch solle deshalb in Zukunft nur noch bei Bedarf zusammenkommen.
Als Ergebnisse des Runden Tischs erwähnte Maurer etwa Mustervereinbarungen zwischen Klubs und Behörden, Regeln zum Alkoholkonsum in Stadien sowie zur Fan-Betreuung. Nicht gelöst seien die Fragen rund um die Fantransporte sowie zur Identifikation von gewalttätigen Fans.
Umstrittene Vorschläge der Kantone
Aus Sicht der Kantone, der SBB und des Bundesamts für Polizei sind die Resultate des Runden Tisch ungenügend. Sie hatten deswegen vor zehn Tagen ein Massnahmenpaket präsentiert, mit dem sie der Gewalt im Sport Herr werden wollen.
Diese Vorschläge, die in einem interkantonalen Konkordat festgeschrieben werden sollen, unterbreitete die Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD) auch dem Runden Tisch. Die Medienkonferenz im Anschluss an die Sitzung zeigte, dass zwischen den Beteiligten aber noch kein Konsens besteht, welche umgesetzt werden sollen.
So äusserte sich der Präsident der Swiss Football League, Thomas Grimm, kritisch zur angestrebten allgemeinen Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele der obersten Ligen. Diese würde bedingen, dass die Sportklubs mit den Behörden für jeden Match die Rahmenbedingungen ausarbeiten.
Bei Nichteinhaltung würde der Match annulliert und eine Forfait-Niederlage verhängt. Damit würde laut Grimm ein normaler Spielbetrieb verunmöglicht.
Roger Schneeberger, der Generalsekretär der KKJPD, bestreitet dies. Im Ausland sei die Bewilligungspflicht weit verbreitet. Im Übrigen sei es schon heute so, dass die Veranstalter mit der Polizei Auflagen festlegten.
Auch der Vertreter des Eishockeyverbandes, Marc Furrer, kritisierte verschiedene Vorschläge der Kantone. Den Vorschlag, für Gästefans bei Risikospielen obligatorisch die Anreise in einem Fanbus zu verlangen, lehnt er als «nicht praktikabel» ab.
(sda/rucf)
Meldungen im Tagesverlauf
- Schweizer Kunst bei Sotheby‘s
- Kamerunischer Stürmer für Sion
- Erdbeben in Norditalien: Opferzahl steigt
- Steuerabkommen dürften im Parlament durchkommen
- Spion-Trojaner im Mail-Anhang
- Ringier stellt PresseTV ein – mehrere Entlassungen
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Venustransit am 6. Juni 2012
- Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
- Frühstart
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Im Glück: Donghua Li zeigt erstmals sein Baby
- Hitzfeld: «Nochmals an die Leistungsgrenze gehen»
- Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
- Vier Kandidaten wollen oberster Bauer werden
- Andrei Arschawin: Heimkehr als Erfolgsrezept?


Erdbeben in Norditalien: Opferzahl steigt
Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Schweizer Kunst bei Sotheby‘s
Steuerabkommen dürften im Parlament durchkommen
Ringier stellt PresseTV ein – mehrere Entlassungen
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
SP könnte Steuerabkommen kippen

















P. Reichmuth, Zuchwil
)
(phreichmuth
Verfasst am: 2.9.2011 13:29
Wann reagieren die Fussball-Clubs?
Was ich bis jetzt in der ganzen Sache vermisse,... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 2.9.2011 8:15
Und ich dachte immer
Kantonübergreifende Probleme würden von Bern... mehr
Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 2.9.2011 7:35
Hooliganismus ist Landfriedensbruch..
..das ist eine Bundesangelegenheit und muss... mehr
Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten