Vermischtes
Der 60-Watt-Birne wird der Strom abgedreht
Jetzt geht es der nächsten Glühbirne an den Kragen. Die 60-Watt-Birne darf ab dem 1. September 2011 nicht mehr verkauft werden. Die Schweiz setzt damit die dritte Massnahme der EU-Energieverordnung um. 2012 wird auch der 25-Watt-Birne und damit der letzten Vertreterin ihrer Art der Garaus gemacht. Die Trauer um die Glühbirne ist gross. Besonders das warme, gemütliche Licht werden viele vermissen.
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2007 haben sich Europas Staats- und Regierungschefs für die Abschaffung der herkömmlichen Glühbirnen ausgesprochen. In vier Schritten sollten die beliebten Birnen von der Bildfläche verschwinden: 2009 fielen die 100-Watt-Birnen der Energieverordnung zum Opfer, im September 2010 folgten die 75-Watt-Birnen. Ab September 2011 dürfen alle Glühbirnen mit 60 Watt oder mehr nicht mehr verkauft werden. Die Schweiz hat die Energieverordnung der EU übernommen – also gilt das Verkaufsverbot auch hierzulande.
Der Grund für das Verbot ist simpel: Energiesparlampen fressen deutlich weniger Strom als die herkömmlichen Glühbirnen. Wie Marianne Zünd, Mediensprecherin des Bundesamts für Energie, auf Anfrage von «tagesschau.sf.tv» sagt, werden in der Schweiz jährlich 8 Milliarden Kilowattstunden Strom allein für die Beleuchtung verbraucht. Das sind 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Jahres.
Marianne Zünd schätzt, dass wenn alle Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt sind, ein Viertel des Stroms gespart werden kann.
Lampen verbessern statt Birnen
Der Nachteil: Das warme, heimelige Licht verschwindet ebenfalls aus den Wohnzimmern. Es sei denn, man ist bereit, mehr Geld auszugeben. «Der beste Ersatz für warmes Licht sind die LED-Leuchten», sagt Hans Weber, Leiter Lichttechnik bei der TV-Produktionsfirma tpc. Auch Halogenleuchten kann der Lichtexperte empfehlen, diese sind nach wie vor erlaubt, «brauchen aber nur etwa 10 Prozent weniger Energie als die Glühbirnen».
Der Trend zeige klar in Richtung LED. Doch eine LED-Lampe kostet bislang rund 20 Mal mehr als eine normale Glühbirne. Eine weitere Möglichkeit sei, die Lampen zu verbessern und nicht die Birnen, sagt Weber. Die bisherigen Lampen seien auf Glühbirnen ausgerichtet und nicht auf Energiesparlampen, was oft zu diesem grellen, gleissenden Licht führe.
Bereits gar keine Glühbirnen mehr bei Coop und Migros
Zu Hamsterkäufen von 60-Watt-Birnen ist es bislang nicht gekommen. Coop verkauft die restlichen Exemplare derzeit mit einem Preisnachlass von 50 Prozent, wie es auf Anfrage von «tagesschau.sf.tv» heisst.
Im Übrigen hat sich der Detailriese entschlossen, alle Glühbirnen jetzt aus dem Sortiment zu nehmen, also auch jene, die erst per September 2012 verboten wären. Konkurrentin Migros hat sämtliche Glühbirnen, so auch die 60-Watt-Birne, bereits vor einem Jahr aus den Regalen verbannt.
Das Aus in vier Schritten
- seit 1. September 2009: Glühbirnen mit 100 Watt oder mehr sowie
Milchglasbirnen («matt»)
- seit 1. September 2010: Glühlampen mit 75 Watt und mehr
- ab 1. September 2011: Glühbirnen mit 60 Watt oder mehr
- ab 1. September 2012: Alle Birnen mit kleineren Wattzahlen
Nicht nur die EU geht in Sachen Stromsparen durch Energiesparlampen neue Wege: Australien preschte im Februar 2007 mit der Ankündigung vor, herkömmliche Glühbirnen verbieten zu wollen.
In den USA wurde Ende 2007 als Teil eines Energiegesetzes die Abschaffung der Glühbirnen bis 2014 beschlossen. 2014 müssen alle Birnen um 25 bis 30 Prozent energieeffizienter sein als die heutigen, bis 2020 sollen es sogar 70 Prozent sein.
In vielen anderen Ländern der Welt sind reguläre Lampen nach wie vor in allen Wattstärken erhältlich. Die indische Regierung zum Beispiel hat sich aber zum Ziel gesetzt, bis 2012 rund 400 Millionen herkömmliche Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen.
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R. Fauser, Augsburg
)
(Binzottl
Verfasst am: 31.8.2011 23:33
Osram und Philips hatten wohl eine neue Geschäftsidee zur Umsatzsteigerung und
lobbyierten bei der EU in Sachen Stromsparlampen.... mehr
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I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 31.8.2011 18:41
Ich benuetze soeben..
... (ja bei uns ist schon Nacht) eine Sparlampe... mehr
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T. Käppeli, Guatemala Ciudad
)
(thkaepp
Verfasst am: 31.8.2011 18:13
Energie sparen zu Lasten der Umwelt?
Uns betrifft das Thema (noch) nicht. Es liegen... [2] mehr
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