Machtwechsel in Libyen
Übergangsrat arbeitet an Normalisierung der Lage in Tripolis
In Tripolis haben die Kampfhandlungen weiter abgenommen. Problematisch ist jedoch weiterhin die Versorgungslage. Laut SF-Sonderkorrespondent Philipp Zahn wurde das Wasser abgestellt und der Strom ist ausgefallen. Der Übergangsrat setzt nun alles daran, die Rückkehr in die Normalität zu gewährleisten.
Bild
Schiessereien und Kämpfe gibt es in den Strassen laut Zahn fast keine mehr. Die Gaddafi-treuen Kämpfer hätten sich mittlerweile entweder unter die Zivilisten gemischt oder seien geflohen. So träfen die Aufständischen nur noch auf wenig Widerstand.
Weder Strom noch Wasser
«Die Herausforderung für den Übergangsrat ist nun die Befriedung der Lage», so Zahn. Der Übergangsrat müsse nun die Kämpfer entwaffnen. Freudenschüsse in die Luft seien häufig, und die Projektile stellten beim herunterfallen eine Gefahr dar.
Eine weitere Herausforderung ist weiterhin die prekäre Versorgungslage. «Da die Pumpen ausgefallen sind, wird das Wasser knapp». Zudem gebe es keinen Strom, was natürlich auch bedeute, dass Brot Mangelware sei, da keine Öfen in Betrieb seien.
Übergangsregierung handelt
Die Übergangsregierung hat deswegen angekündigt, dass sie aus Treibstofftanks Benzin abzapfen und in das Tankstellensystem einfliessen lassen will, so Zahn. Zudem soll das Elektrizitätswerk bei Tripolis wieder in Betrieb genommen werden.
Um die zahlreichen Probleme bezüglich der Versorgung zu lösen, wurden Arbeitsgruppen geschaffen. Die Übergangsregierung hat zudem an die Staatsbediensteten appelliert, wieder an ihre Arbeit zurückzukehren, damit sich die Lage normalisieren kann.
Hilfsgüter kommen nicht an
An der tunesischen Grenze bei Ras Lanuf würden massenweise Hilfsgüter warten, berichtet Zahn weiter. Die Region sei zwar unter Kontrolle der Aufständischen, doch sei der Transport nach Tripolis nicht möglich, da die Strassen nicht sicher seien.
Bisher seien nur zwei kleinere Schiffe mit Hilfsgütern aus Malta am Hafen von Tripolis angekommen.
(sf/hesa)







