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Schweiz

Strombranche für Umbau der Energieversorgung

Montag, 22. August 2011, 15:45 Uhr

Der Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen (VSE) will aktiv am Umbau der Schweizer Energieversorgung mitarbeiten. Nach seiner anfänglichen Ablehnung des schrittweisen Ausstiegs aus der Atomenergie läutet er mit einem neuen Strategiepapier eine Kehrtwende ein.

Der VSE nehme den Willen des Bundesrates und des Nationalrates zu einer energiepolitischen Wende zur Kenntnis, heisst es in dem Papier. «Wir wissen, dass die bestehenden Kernkraftwerke nicht durch die heutige Generation neuer Kernkraftwerke ersetzt werden», sagte VSE-Direktor Michael Frank gegenüber «Schweizer Radio DRS».

Das Strategiepapier sei ein «Ergebnis intensiver Diskussionen im Vorstand», hielt Frank fest. Dort seien durchaus auch unterschiedliche Interessen vertreten. Aber man habe sich geeinigt.

Denn es könne aus Sicht des VSE nicht sein, dass ausgerechnet die Energiebranche beim Umbau der Schweizer Energieversorgung nicht beteiligt sei, sagte Frank. Der VSE strebt nach eigenen Aussagen einen möglichst breiten und klimaverträglichen Mix aus Band-, Spitzen- und Ausgleichsenergie an.

Für erneuerbare Energien

Darüber hinaus braucht es in der Schweiz gemäss VSE einen gezielten Ausbau der Wasserkraft und der weiteren erneuerbaren Energien sowie eine Erhöhung der Pumpspeicherkapazitäten. Weiter dürften als Übergangslösung auch Gaskombikraftwerke unumgänglich werden, schreibt der VSE. Ein komplettes Verbot der Atomenergie komme nicht in Frage.

Ende Mai hatte der VSE «mit grosser Sorge» auf den Entscheid des Bundesrats für einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie reagiert. Er zeigte sich damals überzeugt, dass der Entscheid langfristig die Versorgungssicherheit der Schweiz gefährden und auch Auswirkungen auf die Umwelt und die Arbeitsplätze haben werde.

(sda/horm)