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International

Mit Schlagstöcken gegen Papst-Gegner

Freitag, 19. August 2011, 11:59 Uhr

Im Zusammenhang mit dem Weltjugendtag in Madrid hat die Polizei eine Kundgebung gegen den Papstbesuch gewaltsam beendet. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen etwa 150 Demonstranten vor. Dabei wurden mindestens vier Menschen verletzt.

Mehr als 100 Polizisten waren auf dem Platz Puerta del Sol im Einsatz, berichtete ein AFP-Journalist. «Sie haben mich fünf- oder sechsmal geschlagen», sagte ein 30-jähriger Demonstrant. «Wir sind unbewaffnet gekommen, wir haben nichts getan.»

Polizisten gehen mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vor (unkommentiert)

Bevor die Beamten eingeschritten seien, hätten die Demonstranten eine Aufforderung zur Auflösung ihres Protestes missachtet. Laut Polizei drohten Auseinandersetzungen zwischen Papstgegnern und Teilnehmern des katholischen Weltjugendtags.

Kritik an hohen Kosten

Papst Benedikt XVI. hatte am Donnerstagmittag seinen viertägigen Besuch des Weltjugendtags begonnen. Hunderttausende Gläubige im Zentrum der spanischen Hauptstadt bereiteten ihm einen begeisterten Empfang.

Allerdings gab es in den vergangenen Tagen mehrmals Proteste gegen den Papst-Besuch. Bei Auseinandersetzungen zwischen Papst-Gegnern und der Polizei wurden am Mittwochabend elf Menschen verletzt. Die Kritiker bemängeln, dass Steuergelder für das 50 Millionen Euro teure Treffen ausgegeben würden.

Die Veranstalter des Treffens beklagten sich, dass es im Internet auch Angriffe auf ihre Homepage gegeben habe.

(agenturen/hesa)