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International

Republikanische Präsidentschaftskandidaten lästern über Obama

Freitag, 12. August 2011, 11:23 Uhr

Als «lausig» und «verfehlt» haben acht republikanische Präsidentschaftsbewerber die Wirtschaftspolitik von Präsident Obama in einem parteiinternen Fernseh-Duell bezeichnet. Auch der ultra-konservative Texas-Gouverneur Rick Perry will ins Rennen steigen.

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Vorstellungsrunde der republikanischen Kandidaten auf Fox-TV. (englisch)

Die republikanischen Kandidaten bestritten gut vier Monate vor der ersten Vorwahl ihr zweites Fernseh-Duell. Alle lehnten jegliche Steuererhöhungen zum Abbau des US-Schuldenbergs vehement ab, im Gegensatz zu Obama, der Reiche stärker zur Kasse bitten will.

«Präsident Obama, Sie sind 2012 erledigt», sagte die radikalkonservative Kongressabgeordnete Michelle Bachmann in der Debatte in Ames (Iowa). Bachmann gehört laut Umfragen zurzeit zu den aussichtsreichsten Bewerbern.

Michele Bachmann über die Erhöhung des Schuldenlimits. (englisch)

Favorit ist bisher jedoch der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Nach ersten Einschätzungen konnten sich beide in der Debatte behaupten.

Das Duell war auch von verschärften Attacken untereinander geprägt. So lieferten sich insbesondere Bachmann und Ex-Gouverneur Tim Pawlenty – beide aus Minnesota – heftige Wortgefechte darüber, wer sich in der Politik stärker von Obama unterscheidet.

12 Abgeordnete streiten um 1,5 Billionen

Seit Donnerstag sind die Namen der sechs Republikaner und sechs Demokraten bekannt, die sich bis Ende November auf Einsparungen im Bundeshaushalt in der Höhe von 1,5 Billionen Dollar einigen müssen.

Das Joint Select Committee on Deficit Reduction – auch «Superkomitee» genannt – ist ein Ergebnis der dreimonatigen Verhandlungen über Kürzungen, die Washington Anfang August an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatten.

Auch «das Superkomitee», welches die Schulden der USA reduzieren soll, gibt Anlass für Streit und wurde besonders heftig von Newt Gingrich kritisiert. 

Newt Gingrich nervt sich über die Erstellung des «Superkomitees». (englisch)

Bereits am Wochenende könnte es neue Bewegung im republikanischen Bewerberfeld geben. Der texanische Gouverneur Rick Perry will nach Medienberichten am Samstag offiziell seine Kandidatur für das Präsidentschaftsamt bekanntgeben.

Experten geben dem 61-Jährigen gute Chancen, in der Spitzengruppe mitzumischen, in manchen Umfragen liegt er bereits auf dem zweiten Platz nach Romney – obwohl seine Kandidatur noch nicht einmal offiziell ist.

Religiös und ultra-konservativ

Der Texaner übernahm das Gouverneursamt im Dezember 2000 von Bush, der einen Monat später ins Weisse Haus einzog. Seitdem ist Perry, der früher einmal Demokrat war, ununterbrochen im selben Amt – so lange wie kein anderer derzeitiger US-Gouverneur.

Bild Rick Perry am Rednerpult
Perry will seine Kandidatur am Samstag bekanntgeben. reuters

Perry gilt als ausgesprochen religiös und ultra-konservativ. Texas weist unter seiner Führung eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten eines US-Bundesstaates auf. Dies bringt Perry nach Einschätzung von Experten Punkte im Kampf um die Stimmen des Wirtschaftsflügels der Republikaner. Sollte er ins Rennen gehen, wäre er ein beachtlicher Gegner für Obama.

Die Präsidentschaftswahl findet im November nächsten Jahres statt.

(agenturen/buev)