Schweiz
Bröckelnde Schweizer Neutralität beim Berliner Mauerbau
Vor 50 Jahren nahm der Kalte Krieg seinen zynischen Auftakt. In Berlin ist mit dem Bau der Mauer begonnen worden. Die offizielle Haltung der Schweiz ist durch eine freie Schweizer Forschungsgruppe untersucht worden. Ihr Ergebnis: Die Haltung der Schweiz war wenig neutral.
- 12.08.11: Die Berliner Mauer war ein Sinnbild für die Teilung Deutschlands
- Berliner Mauer
- der Schweizerischen Delegation in Berlin zur «Abschnürung Ostberlins»
- Ausführlicher Bericht der Schweizerischen Delegation in Berlin zur «Abschnürung Ostberlins»
- Schreiben der Delegation über die Lage von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, die in der DDR leben
- Bericht eines Diplomaten über seinen Besuch in Ostberlin
- Brief des schweizerischen Geschäftsträgers in Köln über die Reaktionen zur Berlinkrise in Westdeutschland
Artikel bewerten
Artikel teilen
Der Schweizer Historiker Sacha Zala und sein achtköpfiges Team haben tausende von Dokumenten gesammelt und analysiert. Verfasst haben die Dokumente Schweizer Diplomaten in Berlin. Vor 50 Jahren.
Das erste Telegramm aus Berlin traf am 14. August 1961 um 12.10h ein (siehe PDFs von Originaldokumenten der diplomatischen Vertreter in Berlin). Dabei rapportierte ein Mitglied der Schweizer Delegation: «Seit Sonntag früh befindet sich Ostberlin virtuell in einem Belagerungszustand... habe vorsichtshalber vorläufig Auszahlungen von AHV-Beiträgen an Ost-Schweizer sistiert.»
«Die Schweiz hatte Angst, dass diese Geldzahlungen an die rund 3000 in Ostberlin lebenden Schweizer von den DDR-Behörden konfisziert würden» sagte der Historiker Sacha Zala zur «Tagesschau».
Den Deutschen politische Apathie vorgeworfen
Auffallend ist die pro-westliche Haltung der Schweizer Delegation in Berlin. In mehreren Briefwechseln und diplomatischen Notizen kritisierten sie die apathische Haltung der Bürger und Politiker der Bundesrepublik Deutschland und werfen ihr vor, Berlin als Vorposten der Freiheit kampflos aufzugeben.
«Dass für den Bundesdeutschen heute nur sein Gehalt, sein Arbeitsplatz und seine Ferien wichtig sind, passt in das Bild der politischen Apathie» lautet die Passage aus einem Brief an den Bundesrat in Bern.
Wissen, wohin man gehört
Der damalige Schweizer Bundesrat Friedrich Traugott Wahlen hat diese pro-westliche Haltung den Botschaftern der Westmächte in mehreren Gesprächen mitgeteilt. «Damit hat sich die neutrale Schweiz überraschend klar und deutlich positioniert», erläutert Historiker Zala, «es war wichtig für die Alliierten, zu wissen, wie es mit der Schweiz steht, dass die Schweiz sich wirtschaftlich und latent militärisch ins westliche Lager einordnete.»
Auch die Bilder, die damals das Schweizer Fernsehen in die Stuben sendete, waren von düsterem Charakter.
Der Mauerbau hat Ost und West mehr denn je geteilt. Und die neutrale Schweiz dazu veranlasst in den Zeiten des Kalten Krieges ihren Platz in der Welt kundzutun.
Meldungen im Tagesverlauf
- Schweizer Kunst bei Sotheby‘s
- Kamerunischer Stürmer für Sion
- Erdbeben in Norditalien: Opferzahl steigt
- Steuerabkommen dürften im Parlament durchkommen
- Spion-Trojaner im Mail-Anhang
- Ringier stellt PresseTV ein – mehrere Entlassungen
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Venustransit am 6. Juni 2012
- Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
- Frühstart
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Im Glück: Donghua Li zeigt erstmals sein Baby
- Hitzfeld: «Nochmals an die Leistungsgrenze gehen»
- Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
- Vier Kandidaten wollen oberster Bauer werden
- Andrei Arschawin: Heimkehr als Erfolgsrezept?


Erdbeben in Norditalien: Opferzahl steigt
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Steuerabkommen dürften im Parlament durchkommen
Ringier stellt PresseTV ein – mehrere Entlassungen
Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
SP könnte Steuerabkommen kippen

















S. Lamprecht, Eglisau
)
(Verteidiger
Verfasst am: 12.8.2011 21:39
Ich hätte lieber...
eine Studie darüber wie sich die CH-Sozis... [1] mehr
Zustimmen — 21 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 40 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
S. Gallo, Beinwil am See
)
(Donbone
Verfasst am: 12.8.2011 13:20
Oh Nein!!!
...schon wieder ein grauenhaft dunkles Geheimnis... mehr
Zustimmen — 27 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 49 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
J. Sand, Zürich
)
(juergsand
Verfasst am: 12.8.2011 12:58
Ich frage mich,
was soll diese Studie und noch mehr, was wird... mehr
Zustimmen — 28 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 35 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten