Schweiz
200 Jahre Aarauer Freimaurer: Weltverschwörer oder Weltverbesserer?
Die Freimaurerloge «Zur Brudertreue» feiert ihr 200-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass öffnet die Loge ihre geheimen Räume im Untergeschosse des Wielandhauses beim Bahnhof Aarau für das Publikum. Die Sendung «Schweiz aktuell» konnte als erste das geheime Aufnahmeritual der Aargauer Freimaurer filmen.
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Im Aufnahmeprozedere wird ein Suchender auf eine symbolische Reise zum sogenannt «inneren Licht» geführt. Das Ritual läuft nach strengen Regeln ab und findet im prunkvollen Tempel statt.
Berühmte Persönlichkeiten waren Freimaurer
Kaum eine Vereinigung ist so umstritten und mit Vorurteilen behaftet, wie die Freimaurer.
Winston Churchill, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Franklin Roosevelt – sie alle waren Mitglied beim geheimnisvollen Männerbund. Genauso der erste Schweizer Bundespräsident.
Besonders gross war der Einfluss der Freimaurer in der Schweiz beim Aufbau des Kantons Aargau.
Bei der Loge «Zur Brudertreue» sind nur Männer zugelassen: «Wir im Aargau sind ein Männerbund. So wie es eine Frauenfussballmannschaft und eine Männerfussballmannschaft gibt, sind wir der Meinung, dass es nicht gut ist, wenn sich Männer und Frauen vermischen um die Themen zu bearbeiten, die wir bearbeiten.» So der ehemalige Vorsitzende Markus Liniger.
«Ziel ist Selbsterkenntnis»
Kritiker werfen den Freimaurern vor, sie streben die Weltherrschaft an. Die Freimaurer dementieren dies entschieden. Ihnen gehe es darum, eine ethisch bessere Welt zu schaffen. Dies, in dem jedes Mitglied an sich selber arbeitet.
Markus Liniger, ehemaliger Vorsitzender, oder wie die Freimaurer sagen, Meister vom Stuhl, der Loge «Zur Brudertreue» formuliert dies so: «Das Ziel des Freimaurers ist Selbsterkenntnis: Der Mensch soll an sich selber arbeiten, sich kennen lernen und schauen, wie er auf die Umwelt wirkt». Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten die Freimaurer mit Symbolen und Ritualen.
Ihre Geschichte und Ideale stellen die Aargauer Freimaurer in einer Jubiläumsausstellung vom 25. August bis 11. September vor. Diese beinhaltet auch einen Rundgang durch die geheimen Logenräume.
(sf/paro)
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