Inhalt

Chinesisches Tauchboot sucht Rohstoffe in 5000 Meter Tiefe

Dienstag, 26. Juli 2011, 20:43 Uhr

Der Rohstoffhunger Chinas kennt keine Grenzen. Mittels eines Tauchboots sucht das Reich der Mitte nun den Pazifikboden nach Mineralien ab – auf über 5000 Meter Tiefe.

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

Die erfolgreiche Tauchfahrt des U-Boots «Jiaolong» (unkommentiert)

Ein chinesisches Tauchboot erreichte eine Tiefe von 5057 Metern, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das nach einem mystischen Seedrachen benannte U-Boot «Jiaolong» tauchte mit ihrer drei Mann Besatzung nach vierstündiger Tauchfahrt erfolgreich wieder auf. Das Ziel des Tauchprojekts ist die Erkundung des Meeresbodens nach Mineralien wie Gold, Silber und Nickel.

Nach Japan, den USA, Frankreich und Russland ist China jetzt die fünfte Nation, die Menschen in eine Tiefe von mehr als 3500 Meter schicken kann. China verfolgt eine langfristige Strategie, so sicherte sie sich schon 2001 Erkundungsrechte im nordöstlichen Pazifik. Die 8,2 Meter lange und 22 Tonnen schwere «Jiaolong» ist sogar für eine Tiefe bis zu 7000 Meter ausgelegt, was aber erst 2012 versucht werden soll.

Moratorium gefordert

Die Umweltschutzstiftung WWF spricht währenddessen von einem «hochriskanten Unterfangen». Sie sieht das empfindliche Ökosystem der Tiefsee in Gefahr und fordert ein Moratorium, um zunächst Meeresschutzgebiete zu identifizieren. Die Ölkatastrophe um Deepwater Horizon habe gezeigt, dass Einsätze in der Tiefsee trotz modernster Technik schwierig seien.

(sda/dpa/kele)

Kommentare aktiv...
Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.