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Atom-Tiefenlager: Bevölkerung noch nicht über zusätzliche Atomfabrik informiert

Sonntag, 17. Juli 2011, 5:37 Uhr, Aktualisiert 20:13 Uhr

Für die Lagerung von hoch radioaktiven Abfällen wird in der Schweiz seit nunmehr 30 Jahren ein geeigneter Standort gesucht. In den sechs möglichen Standorten stossen Bund und Nagra bisher auf grossen Widerstand, der sich nun noch erhöhen könnte: Laut der «Sonntags-Zeitung» soll nämlich neben dem Tiefenlager auch eine sogenannte heisse Zelle gebaut werden.

In heissen Zellen werden Brennelemente verarbeitet.

Unter einer heissen Zelle versteht man eine oberirdische Atom-Anlage für das Umlagern der Atomabfälle. Ein nicht unwesentlicher Aspekt, über den die Bevölkerung aber noch nicht konkret informiert wurde.

Die Pläne seien zwar nicht neu, erklärte Jürg Buri von der Schweizerischen Energie-Stiftung in der «Tagesschau». «Doch der Bevölkerung wurde bisher nur die halbe Geschichte erzählt», bemängelt Buri von der atomkritischen Stiftung.

«Wer informiert sein musste, hatte die Informationen bereits über drei Jahre», erklärte Marianne Zünd vom Bundesamt für Energie. Die breite Öffentlichkeit werde zu Beginn des nächstens Jahres einbezogen werden, wenn dann konkrete Vorschläge für die Anordnung dieser Oberflächen-Anlagen vorlägen. 

Bild Heisse Zelle in Würenlingen.
In heissen Zellen werden Brennelemente verarbeitet. keystone

Baden-Württemberg fragt Leuthard an

Bisher war bloss von einer Verpackungsanlage die Rede gewesen. Vertreter der möglichen Standortgebiete sind überrascht: «Für uns ist neu, dass es eine Nuklearanlage geben wird», sagt die Schaffhauser Regierungsrätin Ursula Hafner-Wipf. Auch der grüne Konstanzer Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann staunt: «Ich bin seit Jahren als Vertreter auf der deutschen Seite in diesen Prozess der Lagersuche involviert. Von einer oberirdischen nuklearen Anlage wusste ich nichts.»

Es sei möglich, dass bisher zu wenig verständlich informiert wurde, sagt das Bundesamt für Energie. «Wir werden Lehren daraus ziehen», sagt der zuständige Chefbeamte. Unterdessen bittet der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller Bundesrätin Doris Leuthard schriftlich um einen Termin, um die Fragen zum Tiefenlager zu besprechen. Zudem verlangt der grüne Minister, dass nicht nur deutsche Bürger im Umkreis von 5 Kilometern, sondern von 30 Kilometern bei der Standortsuche mitreden dürfen.

(sf/fasc/stom)

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R. Blaser, Aeschi
(Resalb Mann)
Verfasst am: 19.7.2011 1:48

HÖLLENDING

Fossilen belegen: Krähe macht nur Krähe + Löwe... mehr

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M. Bracher, Bern
(Unternehmer Mann)
Verfasst am: 17.7.2011 19:54

Bund verschweigt zusätzliche Atomfabrik bei Endlager

Jeder der sich etwas informiert hätte, hätte... mehr

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O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 17.7.2011 19:07

Wir werden uns noch wundern, wie

teuer uns die Atomkraftwerk-Abbrüche und die... [1]  mehr

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