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Italien setzt die Märkte unter Druck

Montag, 11. Juli 2011, 16:29 Uhr, Aktualisiert 20:01 Uhr

Die Finanzmärkte sind unter Druck, die Anleger haben Angst und der Euro fällt und fällt. Was der italienische Schuldenberg damit zu tun hat.

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Einschätzungen von SF-Wirtschaftsredaktorin Marianne Fassbind

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«Die Anleger haben Angst, dass die Schulden auf ihren italienischen Staatsanleihen nicht zurückgezahlt werden und dass auch die Zinsen nicht gezahlt werden», erklärt SF-Wirtschaftsredaktorin Marianne Fassbind in der «Tagesschau».

Auch die Bank-Aktien in Italien sind regelrecht abgestürzt. Der Grund: «Viele Banken haben italienische Staatsobligationen in ihren Büchern», so Fassbind weiter.

Ausländische Banken mit 870 Mrd. Dollar engagiert

In Italien sind aber auch Banken aus anderen europäischen Staaten engagiert, wie aus der Statistik der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervorgeht. Insgesamt hatten ausländische Banken per Ende Dezember 2010 über 867 Milliarden Dollar an italienische Schuldner geliehen. Wichtige Gläubigersind unter anderen französische Banken (392 Milliarden), deutsche (162 Milliarden) oder britische Institute (37 Milliarden). Das Engagement der Schweizer Banken beläuft sich auf 18,3 Milliarden Dollar.

Gemäss der anders berechneten Statistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) beliefen sich die Guthaben der Schweizer Banken gegenüber Italien per Ende 2010 insgesamt auf rund 7,8 Milliarden Franken (9,3 Milliarden Dollar).

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Nur Griechenland hat mehr Schulden

Italien ächzt unter einem Schuldenberg von 1,84 Billionen Euro - das Land ist damit allein für fast ein Viertel der Staatsschulden aller 17 Euroländer verantwortlich. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) waren das im vorigen Jahr 119 Prozent - nur Griechenland (142,8 Prozent) kommt auf mehr.

Nackte «Maastricht»-Kriterien nicht erfüllt

Italiens Schulden sind nicht erst seit der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise ein Riesenproblem: Geht es nach den nackten «Maastricht»-Kriterien hätte das Land 1999 gar nicht beim Start der Europäischen Währungsunion dabei sein dürfen. Danach sind - gemessen am BIP - eigentlich maximal 60 Prozent Schulden erlaubt. Im für den Euro-Beitritt entscheidenden Referenzjahr 1997 waren es aber 121,6 Prozent. Damit ist Italien, die drittgrösste Volkswirtschaft des Euroraums, bei der Sanierung der Staatsfinanzen praktisch bis heute nicht vom Fleck gekommen.

Das Europäische Währungsinstitut (EWI), Vorgänger der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte damals schon erhebliche Zweifel an der Euro-Reife Italiens angemeldet: «Trotz der Bemühungen, die aktuelle Finanzlage zu verbessern (...), muss man nach wie vor besorgt sein, ob das Verhältnis des öffentlichen Schuldenstandes zum BIP «hinreichend rückläufig ist und sich rasch genug dem Referenzwert nähert» und ob bereits eine auf Dauer tragbare Finanzlage erreicht wurde», monierte das EWI im ersten - und für die Euro-Beitritte entscheidenden - Konvergenzbericht von 1998.

Dass Italien dennoch zur Eurozone zugelassen wurde, hatte politische Gründe. Italien hatte stets darauf bestanden, als eines der sechs EU-Gründungsmitglieder beim historischen Projekt der Währungsunion von Anfang an «durch die Vordertür» beizutreten.

Die EU-Kommission bescheinigte dem Land denn auch ohne Einschränkungen die Fitness für die Währungsunion. «Es wird erwartet, dass die Schuldenquote 1998 und in den Jahren danach rascher sinken wird», formulierte die Brüsseler Behörde die damalige Hoffnung.

(dpa/sf/sprm)

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J. Term, Zürich
(notax Mann)
Verfasst am: 14.7.2011 0:33

Römisches Reich

Das römische und vierte Reich gehen zusammen... mehr

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J. Kilchmann

Verfasst am: 11.7.2011 20:36

Oweh oweh

Das brisante an der heutigen Situation ist das... mehr

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W. Starnberger, Therwil
(waltstarn Mann)
Verfasst am: 11.7.2011 18:54

Ich bin immer noch der Meinung

dass die Spanier vor den Italienern umfallen.... mehr

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