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Euro auf Rekordtief: Bundesrat zeigt Verständnis für Einkaufs-Tourismus

Montag, 11. Juli 2011, 14:44 Uhr, Aktualisiert 12.07.2011, 0:05 Uhr

Wachsende Sorgen um die Staatsschulden Italiens haben den Euro auf ein neues Rekordtief zum Franken einbrechen lassen. Zeitweise war er für 1.1672 Fr. zu haben. Er könne verstehen, dass immer mehr Schweizer im Ausland einkaufen, meinte Bundesrat Johann Schneider-Ammann.

Bild Kursverlauf Franken/Euro
Erstmals unter 1.17 Franken: Der Euro. swissquote

Am 24. Juni war der Euro auf dem neuen Höhepunkt der Griechenland- Krise schon einmal bis auf 1.1804 Franken gefallen. Nun hielt auch diese Marke nicht mehr.

Zum Dollar sank der Euro-Kurs ebenfalls. Während im frühen Handel die Einheitswährung noch zum Kurs von 1.42 in die US- Währung getauscht werden konnte, sank dieser im Laufe des Tages noch auf knapp über 1.40.

BR Schneider-Ammann: Shoppen im Ausland verständlich

Während der Euro gegenüber dem Franken dramatisch an Wert verliert, sinken in der Schweiz die Preise für importierte Waren nur langsam. Oder gar nicht.

Dass sich dadurch immer mehr Schweizerinnen und Schweizer zu Einkäufen im Ausland verlocken lassen, kann Bundesrat Johann Schneider-Amman verstehen. «Jeder sucht seine beste Möglichkeit. Und somit geht er über die Grenze, um sich dort einzudecken», sagte Schneider-Amman in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens. «Das finde ich das Gute am freien Markt.» Schliesslich, so der Wirtschaftsminister, habe eine Durchschnittsfamilie «nicht beliebig Mittel zur Verfügung. Die Kaufkraft ist nicht grösser geworden.»

Bundesrat Johann Schneider-Ammann zum Einkaufs-Tourismus (10vor10 vom 11.07.11)

Märkte wegen Italien nervös

Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen waren in den vergangenen Tagen dramatisch gestiegen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Finanzmärkte ein Übergreifen der Schuldenkrise, die bereits die Euroländer Griechenland und Portugal im Würgegriff hält, für möglich halten oder gar befürchten.

Eurotief: Konsumenten haben wenig davon (10vor10, 11.07.11)

Streitigkeiten in der Römer Regierung um ein geplantes Sparpaket sorgen laut Analysten für zusätzliche Verunsicherungen. Zudem würden die Einsparungen erst 2013 oder 2014 erfolgen. Verstärkt wurde die Unsicherheit auch durch Berichte, nach denen die Europäische Zentralbank angeblich eine Verdopplung des Rettungsschirms EFSF fordert.

Interview (integral) mit BR Johann Schneider-Ammann zum Einkaufs-Tourismus (SF, 11.07.11)

(sda/reuters/sf/vaid)

Kommentare aktiv...

P. von Kampen, Starnberg
(von_Kampen Mann)
Verfasst am: 13.7.2011 9:51

An Herrn Münger

Mechant hasst das Fremde und die Schweiz! Will... mehr

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M. Mèchant, Grosses-Euroland
(gustav.eu Mann)
Verfasst am: 12.7.2011 18:34

@Münger ,Klein & Co., Geglaubt wird hier

von der Mehrheit doch alles: Immer feste in die... mehr

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C. Klein, Zürich
(Klein Mann)
Verfasst am: 12.7.2011 15:03

Der Ball liegt bei den Detailhändlern

Solange die Detailhändler die Schweizer... [2]  mehr

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