Schweiz
Erziehungsdirektoren formulieren erstmals einheitliche Bildungsziele
Zum ersten Mal haben die kantonalen Erziehungsdirektoren gemeinsame nationale Ziele für die Bildung in den vier wichtigsten Bereichen erlassen. Damit nimmt die Harmonisierung der Schweizer Schulsysteme HarmoS eine wichtige Hürde.
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Diese Ziele beschreiben, welche Fähigkeiten Schüler nach dem 4., 8. und 11. Schuljahr erreichen sollen in den Bereichen Schulsprache, Mathematik und Naturwissenschaften. Für den Unterricht in Fremdsprachen, der später beginnt, wurden entsprechende Ziele für das Ende des 8. 11. Schuljahres festgelegt.
Keine direkten Folgen für Lehrer
Die Erziehungsdirektoren haben die Ziele bereits Mitte Juni verabschiedet, nun wurden sie auf einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Einen direkten Einfluss auf die Arbeit der Lehrer werden die Bildungsziele aber nicht haben, da diese nicht unmittelbar mit den Vorgaben arbeiten.
Die Bildungsziele fliessen in die Lehrpläne, Lehrmittel und Beurteilungsinstrumente ein, die von Experten erstellt werden. Die nationalen Ziele sind einer von zwei Teilen der «Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule» (HarmoS-Konkordat).
Widerstand in den Kantonen
Im anderen Teil geht es um einheitliche Schulstrukturen. Diese stiessen bei einer Minderheit von Kantonen auf Widerstand, weshalb 7 Kantone nicht beim HarmoS-Konkordat mitmachen. 4 weitere haben den Entscheid aufgeschoben.
15 Kantone aber, die 76,4 Prozent der Wohnbevölkerung vertreten, sind dem Konkordat beigetreten. Damit ist das HarmoS-Konkordat am 1. August 2009 in Kraft getreten. Es gilt nur für diejenigen Kantone, welche dem Konkordat beigetreten sind.
(sda/buet)
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