Vermischtes
200 Verletzte bei Protesten gegen Bahntrasse in Italien
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist es bei einer Demonstration gegen das Milliardenprojekt der Bahn zu heftigen Zusammenstössen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen. Mehr als 188 Beamte, mehrere Demonstranten und ein Bauarbeiter wurden dabei verletzt.
Die Demonstranten hatten sich am Sonntag zu Tausenden an der Baustelle eines Tunnels im Susa-Tal in der Nähe von Turin versammelt, um gegen Umweltschäden durch den Bau der Trasse zu protestieren.
Im Verlaufe der Veranstaltung kam es dann an mehreren Stellen zu Zusammenstössen. Die Demonstranten warfen den Polizei-Angaben zufolge Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten. Die Sicherheitskräfte setzten demnach Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen. Mehrere hundert Teilnehmer versuchten die Bauzäune zu überwinden, mehreren sei dies auch gelungen, teilte die Polizei mit.
Trasse für Hochgeschwindigkeitszug
Die Demonstration sei von einigen für Gewalt ausgenutzt worden, erklärte die Polizei. Ihren Angaben zufolge kamen mehrere Teilnehmer aus dem Ausland.
Die Trasse wird für eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Italien und Frankreich gebaut. Der Widerstand in dem Tal wird zunehmend auch von überregionalen Gruppen unterstützt. Die Bandbreite reicht dabei von Anarchisten bis zu Katholiken.
(sda/kunb)



