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Fälle von Zeckenenzephalitis in der Schweiz
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
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Schweiz
Zeckenbisse immer riskanter
Die Zahl der Hirnhautentzündungen wegen Zeckenbissen ist in der Schweiz sprunghaft gestiegen. Die so genannte Zeckenenzephalitis kann nicht behandelt werden. Die einzige Methode, um sich zu schützen, ist die Impfung.
Die Zahl der Hirnhautentzündungen wegen Zeckenbissen hat sich im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 56 verdoppelt, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Besonders betroffen ist der Kanton Zürich mit 17 Ansteckungen im ersten Semester dieses Jahres.
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Die Häufung der FSME-Fälle wird vom Zeckenspezialisten Norbert Satz auf die gute Witterung zurückgeführt. Zecken brauchen Wärme und Feuchtigkeit, um sich zu vermehren. Und wegen des schönen Wetters im Frühling haben sich mehr Menschen im Freien aufgehalten.
Zecken können Erreger auf den Menschen übertragen und damit verschiedene Krankheiten verursachen. Die zwei häufigsten sind die Borreliose und die Zeckenenzephalitis, auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) genannt. Bei der Borreliose wird ein Bakterium übertragen, bei der FSME ist es ein Virus, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG festhält.
Erst 17 Prozent sind geimpft
Während die Borreliose mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es für die FSME keine spezifische Behandlung. Die einzige Lösung für jene, die sich wirksam gegen FSME schützen wollen, ist laut dem BAG die Schutzimpfung. Die Empfehlung gilt für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren.
Zeckenspezialist Satz fordert deshalb, dass die Durchimpfungsrate erhöht wird. «Momentan sind nur knapp 17 Prozent der Schweizer geschützt. Das ist zu wenig», sagt er der «SonntagsZeitung». Erstrebenswert sei eine Rate von gegen 100 Prozent.
Zecken, die das FSME-Virus tragen, verbreiten sich immer mehr in der Schweiz. Bei der Mehrheit der Menschen, die von einer infizierten Zecke gestochen werden, verläuft die Infektion unbemerkt. Nur eine Minderheit erkrankt.
In Einzelfällen tödlicher Verlauf
Bei diesen können 7-14 Tage nach dem Stich erste grippeartigen Symptome auftreten. Bei 5-15 % der Erkrankten wird das zentrale Nervensystems befallen mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen. Diese können Wochen bis Monate andauern.
Bei einem Teil der Patienten können Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven auftreten und zu bleibenden Behinderungen führen. In zirka 1 % der Fälle mit neurologischen Symptomen führt die Krankheit zum Tod.
(sf/coro)







