Schweiz
Zurich Pride Festival: Schwule und Lesben gehen auf die Strasse
Mehrere tausend Personen haben an der Parade des Zurich Pride Festivals teilgenommen. Lesben, Schwule und Bisexuelle demonstrierten für den Abbau von Vorurteilen und sowie für mehr Toleranz in der Gesellschaft. Während der Anlass in Zürich entspannt blieb, war die Lage bei einer ähnlichen Veranstaltung in der kroatischen Hauptstadt Zagreb angespannt.
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Weder vom kalten Wetter noch von kräftigen Regenschauern liessen sich die Teilnehmenden in Zürich abschrecken: Eine Gruppe Schwuler trug nur Unterhosen und darüber eine durchsichtige Pelerine.
Beim Zürcher Helvetiaplatz setzte sich der Demonstrationszug kurz nach 14.30 Uhr in Bewegung. An der Spitze marschierte der Zürcher Polizeivorsteher und Stadtrat Daniel Leupi (Grüne) mit. Er sei stolz, dass die Demonstration für die Freiheit so fröhlich und friedlich sei, sagte Leupi in einer Ansprache.
Als Polizeivorsteher erlaube er Anlässe lieber, als sie zu verbieten. «Dank der Pride ist Zürich deutlich weniger zwinglianisch.» Das Verhältnis zwischen der Lesben-Schwulen-Szene und der Polizei sei nicht immer gut gewesen. Es habe sich in der letzten Zeit aber deutlich gewandelt und verbessert.
Das Zurich Pride Festival sei mehr als nur ein «Carneval pink gefärbter Locken», sagte Nathalie Schaltegger, Präsidentin des Zurich Pride Festivals, in ihrer Rede. Der Anlass verfüge über politischen Tiefgang. «Brust raus, Bauch rein», rief sie die Teilnehmenden auf. «Seid stolz auf euch!»
UNO-Resolution verabschiedet
Der UNO-Menschenrechtsrat hat am Freitag in einer Resolution Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gefordert.
Die Resolution bekräftigt, dass «alle Menschen frei und gleich hinsichtlich ihrer Würde und ihren Rechten geboren werden und dass jeder ohne jeglichen Unterschied von allen Rechten und Freiheiten profitieren muss».
Nichtregierungsorganisationen, die für die Rechte von Schwulen und Lesben kämpfen, werteten die Resolution als «historisch».
Festival dauert drei Tage
Gemäss den Organisatoren nahmen 15'000 Menschen am Umzug teil. Auf den Strassen entlang der Parade beobachteten zahlreiche Zaungäste die Demonstranten. Insgesamt liefen 36 Gruppen mit, darunter Menschenrechts-, Schwulen- und Lesbenorganisationen. Dieses Jahr stand der Anlass unter dem Motto «live with the difference».
Die rund zweistündige Parade führte die Umzugsteilnehmer vom Helvetiaplatz über den Stauffacher, den Paradeplatz und die Bahnhofstrasse bis zum Werdmühleplatz. Sie war der Höhepunkt des dreitägigen Festivals, das aus dem Christopher Street Day hervorgegangen ist und noch bis Sonntagabend dauert. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Partys runden den Anlass ab.
Grossaufgebot der Polizei
Nach den schweren Krawallen vor einer Woche beim Homosexuellenumzug in der kroatischen Adriastadt Split ist ein ähnlicher Zug durch die Hauptstadt Zagreb ohne die befürchteten Auseinandersetzungen über die Bühne gegangen.
Schätzungsweise 4000 Schwule, Lesben und ihre Anhänger zogen ohne Zwischenfälle durch die Innenstadt. Die Polizei hatte 1500 Beamte aufgeboten, um eine ähnliches Szenario wie in Split zu verhindern.
In Split hatten rund 10'000 aufgebrachte Demonstranten die 400 Homosexuellen mit Flaschen, Feuerwerkskörpern, Eiern und Tomaten angegriffen. Weil die Situation ausser Kontrolle zu geraten drohte, hatte die Polizei die Teilnehmer des Marsches in Sicherheit gebracht.
(dpa/sda/muei)
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R. Bolliger, Orpund
)
(Fakten
Verfasst am: 20.6.2011 7:33
Wer eine andere Ansicht....
...über die öffentlichen Strassendemos der... mehr
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F. Herder, Bottmingen
)
(fh
Verfasst am: 19.6.2011 13:53
Küssende Männer
Obwohl ich ein linksliberaler Wechselwähler bin... [1] mehr
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I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 19.6.2011 11:01
Was solls?
.. Macht doch wozu ihr Lust habt, stoert doch... [1] mehr
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