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Frankreich: Bereits sieben Kinder an Coli-Bakterien erkrankt

Freitag, 17. Juni 2011, 11:38 Uhr, Aktualisiert 14:20 Uhr

Der gestern in Frankreich bekannt gewordene Fall von Darminfektionen durch einen seltenen Typ von Coli-Bakterien weitet sich aus. Mittlerweile sind sieben Kinder an der schweren Darminfektion erkrankt. Eines von ihnen befindet sich einem gesundheitlich kritischen Zustand. Die Kinder hatten Hacksteaks der deutschen Supermarktkette «Lidl» gegessen. In Schweizer «Lidl»-Läden wird das Produkt nicht angeboten.

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Das schwer erkrankte Kind ist erst vier Jahre alt. Wegen seines «besorgniserregenden Zustands» musste es am Donnerstagnachmittag von Amiens nach Lille in ein Akutspital transportiert werden.

Ursache für die Erkrankungen ist ein seltenes Bakterium. Es produziert wie das derzeit in Deutschland grassierenden EHEC-Bakterium auch das Zellgift Shiga-Toxin und löst so dieselben Symptome aus.

Die Erkrankung hat nach Angaben französischer Gesundheits-Experten aber nichts mit den Ehec-Fällen in Deutschland zu tun, die bisher 36 Menschleben forderten.

Keine «Steaks Country» in der Schweiz

Die in Frankreich als Quelle der Darminfektion vermuteten Tiefkühl-Hacksteaks der Marke «Steaks Country» werden in der Schweiz nicht angeboten. Dies sagte «Lidl»-Sprecherin Paloma Martino auf Anfrage zu «tagesschau.sf.tv».

Laut Martino bezieht «Lidl» dieses Produkt seit dem Markteintritt in der Schweiz von einem St. Galler Produzenten. Das Produkt sei «Suisse Garantie gelabelt». Das heisst, es wird ausschliesslich Fleisch aus der Schweiz dafür verwendet.

Zum Vergleich: Für die Hacksteaks in Frankreich wird Fleisch aus mehreren europäischen Ländern verarbeitet.

Eines von acht Kindern wieder zuhause 

Fünf der sieben Kinder, von denen das jüngste erst anderthalb Jahre alt ist, waren am Mittwoch mit schwerem, blutigem Durchfall hospitalisiert worden. Zwei weitere kamen am Donnerstag dazu. Eines der Kinder hat sich laut dem Spital in Lille seither rasch erholt und konnte bereits wieder nach Hause entlassen werden.

Mit Ausnahme des schwer erkrankten 4-jährigen Kindes, befinden sich alle Erkrankten in einem stabilen Zustand. Einige von ihnen mussten wegen Nierenproblemen aber an die Dialyse angeschlossen werden.

Nach Ehec sorgt nun eine neue Coli-Bakterien-Infektion für Schrecken. («Tagesschau Mittag», 17.06.2011)

Hackfleisch als Ursprung vermutet

Die Kinder erkrankten gemäss bisherigen Erkenntnissen nach dem Verzehr von Tiefkühl-Hacksteaks der deutschen Supermarktkette Lidl. Alles sollen die Marke «Steaks Country» gegessen haben.

Lidl nahm die betroffenen Hacksteaks umgehend aus dem Handel und stellte in seinen französischen Läden Warnungen vor dem Fleisch auf. «Die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden hat für uns Vorrang», sagte der Geschäftsführer von Lidl in Frankreich, Jérôme Gresland. Er verwies zudem darauf, dass ein Zusammenhang zwischen dem Steak-Fleisch und der Infektion noch nicht erwiesen sei.

Fleisch aus halb Europa verwendet

Auch eine Panne in der Kühlkette oder ein Fehler in der Zubereitung könnten für den blutigen Durchfall der Kinder verantwortlich sein, sagte der Chef der Herstellerfirma SEB, Guy Lamorlette. Seine Firma erhielt von Schlachthöfen verschiedener Länder Tierkörper, die sie dann entbeinte und zu Hackfleisch verarbeitete.

Laut Lamorlette wurde bei einem der erkrankten Kinder eine Rindfleischpackung entdeckt, deren Fleisch ursprünglich aus Deutschland stammte. Die anderen Fälle hätten jedoch noch nicht überprüft werden können.

Ein Teil des verarbeiteten Hackfleisches sei auch aus Frankreich und Italien geliefert worden. «Und möglicherweise wurde auch Fleisch aus Frankreich verwendet», so Lamorlette. Insgesamt seien für die «Steaks Country»-Lieferung 10 Tonnen Fleisch benötigt worden.

Definitive Bestätigung steht noch aus

Wie der Fleischverarbeiter SEB weiter betont, steht noch nicht definitiv fest, ob die Coli-Bakterien tatsächlich auf das Fleisch zurückzuführen sind. Definitive Ergebnisse könnten erst im Laufe des Tages oder morgen Samstag erwartet werden.

Die französischen Gesundheitsbehörden erinnerten daran, dass Hackfleisch mit einer Temperatur von mindestens 65 Grad zubereitet werden sollte. Um mögliche Bakterien abzutöten, dürfe gefrorenes Fleisch zuvor nicht aufgetaut werden.

(reuters/sda/vaid)

Kommentare aktiv...

M. Mèchant, Grosses-Euroland
(gustav.eu Mann)
Verfasst am: 17.6.2011 16:24

wieder mal Quatsch mit Sauce

wer gibt Ihnen die Garantie, dass dasselbe nicht... mehr

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G. rud.v.rohr, adliswil
(shahan Frau)
Verfasst am: 17.6.2011 15:49

In Frankreich wird Fleisch...

...aus meheren europäischen Ländern fpr diese... mehr

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T. Berger, Bern
(tommyboy Mann)
Verfasst am: 17.6.2011 15:29

Ausländisches Fleisch wirklich sicher?

Da der französische Hersteller der Steaks,... mehr

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