Schweiz
Wegen Pensionierungen gehen den Schulen die Lehrer aus
Die Schülerbestände dürften in den nächsten Jahren wieder ansteigen. Gleichzeitig werden aber auch viele Lehrer pensioniert. In der Primarschule ist die Entwicklung ausgeprägter als auf der Sekundarstufe I. Von Kanton zu Kanton gibt es aber grosse Unterschiede.
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Laut den neuesten Szenarien für das Bildungssystem 2011 bis 2020 des Bundesamtes für Statistik (BFS) werden die Schülerbestände an der obligatorischen Schule bald wieder wachsen. Nach einem Rückgang ist ein Wachstum von 720'000 (2010) auf 740'000 Schüler (2020) zu erwarten.
Auf der Primarstufe dürften die Bestände ab 2013 wieder zulegen und zwischen 2010 und 2020 insgesamt um 7 Prozent zunehmen. Auf der Sekundarstufe I ist erst ab 2018 mit steigenden Schülerbeständen zu rechnen.
Mehr ältere Lehrer
Da der Anteil der über 50-jährigen Lehrer am gesamten Lehrkörper der Primarschule in den letzten zwölf Jahren von einem Fünftel auf über einen Drittel angestiegen ist, dürfte die Zahl der Lehrerpensionierungen in den nächsten Jahren weiterhin ansteigen. Laut BFS-Prognosen werden auf Primarstufe 2010 1200 und 2016 1500 Primarlehrer pensioniert werden.
Eine ähnliche, wenn auch schwächere Tendenz wird auf der Sekundarstufe I erwartet, wo bis 2015 ebenfalls mit einem Anstieg der Pensionierungen zu rechnen ist. Da dort aber die Schülerbestände noch während mehrerer Jahre zurückgehen werden, wird die Lage nicht so angespannt sein wie auf der Primarschule.
Kantonale Unterschiede
Auf beiden Stufen zeichnen sich erhebliche Unterschiede zwischen den Kantonen ab. In Zug und Basel Stadt dürften in den nächsten fünf Jahren gut 2 Prozent der Primarlehrer pensioniert werden, in Solothurn, Tessin, Wallis, Neuenburg und Jura 4 bis über 5 Prozent.
Auf der Sekundarstufe I müssen zehn Kantone in den nächsten Jahren mit jährlichen Pensionierungen von über 4 Prozent rechnen, darunter Bern, Uri, Glarus, Basel Stadt und Jura.
(sda/rucf)
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