Vermischtes
So schön versteckte sich der «Blutmond»
Die Mondfinsternis entpuppte sich für viele Hobbyastronomen als Enttäuschung. In grossen Teilen des Mittellandes und in der Ostschweiz verdeckten Wolken die Sicht auf das Spektakel.
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Die Schweizer Bevölkerung hatte vergebens auf eine ungetrübte Sicht auf die totale Mondfinsternis gehofft. Dicke Wolken liessen nur ab und an einen kurzen Blick auf das Naturschauspiel zu.
Lediglich im Westen des Landes sowie im Wallis und im Jura hatten die Menschen eine klare Sicht auf den «Blutmond». Für sie war die Mondfinsternis etwa ab 21.20 Uhr bis 23 Uhr zu beobachten.
Die sogenannte totale Phase der Finsternis dauerte diesmal besonders lang, weil der Vollmond fast genau mittig durch den Erdschatten gewandert war. Live-Übertragungen des kosmischen Schattenspiels aus Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigten einen dunkelrot schimmernden «Blutmond».
Die Färbung stammt von rötlichem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gelenkt wird. Der genaue Farbton des verfinsterten Mondes hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Asche- und Staubgehalt der Erdatmosphäre ab und kann von Finsternis zu Finsternis variieren.
Nächste Mondfinsternis 2011
Eine Mondfinsternis kann nur stattfinden, wenn sich Sonne, Erde und Mond in einer Linie befinden und der Mond, von der Sonne her betrachtet, hinter der Erde verschwindet. Das kann nur bei Vollmond geschehen, weil nur dann der Mond der Sonne direkt gegenübersteht.
Die nächste Chance auf eine totale Mondfinsternis gibt es erst wieder 2015. Zwar kommt es am 10. Dezember 2011 erneut zu einer totalen Finsternis, über Westeuropa geht der Mond dann jedoch erst nach dem Ende der totalen Phase auf.
(sf/sda//benk/fasc/rucf)
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