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Frauenstreiktag: «Unsere Arbeit ist mehr wert!»

Dienstag, 14. Juni 2011, 13:45 Uhr, Aktualisiert 22:22 Uhr

«Achtung. Fertig. Frauen los!»: Unter diesem Motto erobern die Frauen heute am nationalen Frauenaktions- und Streiktag die Strassen. In mindestens 18 Kantonen fordern Frauen sowie Männer unter anderem mehr Gleichheit bei den Löhnen.

In vielen Betrieben wird zwar nicht den ganzen Tag gestreikt, dafür gibt es Frauenfrühstücke, verlängerte Pausen oder gratis Schokolade mit der Aufschrift «Unsere Arbeit ist mehr wert!».

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In Bern haben zahlreiche Frauen an lila Ballonen Büstenhalter in den Himmel steigen lassen. keystone

Dieser Slogan fasst die Forderungen des heutigen Aktionstages zusammen: Die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern müsse endlich umgesetzt werden, verlangen die über 50 Organisationen, die den Frauenstreiktag organisiert haben.

Tausende tragen Lila

Unter dem Motto «Farbe bekennen für die Gleichstellung» seien bereits vielerorts die Farben des 14. Junis – Fuchsia, Lila oder Violett – dominant, teilte die Gewerkschaft Unia mit. Tausende Beschäftigte tragen demnach den Aktionstags-Pin, T-Shirts oder ein Accessoire in den Farben des Tages.

Farbenfroh und friedlich: Der 20. Frauenstreiktag in Bern. («Tagesschau», 14.06.2011)

Auch in den Bahnhöfen ist der Frauenaktionstag sichtbar. Die Verkehrspersonal-Gewerkschaft SEV verteilte Taschentücher und zeigte auf den E-Boards der SBB einen Kurzfilm zur Gleichstellung.

Landesweites Pfeifkonzert

Eine SEV-Delegation stattete den Chefs der SBB, BLS und RhB einen Besuch ab und überbrachte ihnen einen Katalog mit Forderungen zur Gleichstellung. So solle etwa die Frauenquote bei der SBB allgemein und besonders in der Führungsetage erhöht werden, schreibt die SEV.

Ein Höhepunkt des Tages war ein schweizweites Pfeifkonzert um 14.06 Uhr. Der «Anpfiff für faire Frauenlöhne und echte Gleichstellung» ist in zahlreichen Städten der Schweiz geplant.

Umzug in St. Gallen

Auch in St. Gallen zogen 150 Frauen und einige Männer mit Trillerpfeifen und Transparenten durch die Innenstadt. Darunter waren viele Angestellt des Detailhandels. Bei ihrer Ansprache erwähnte SP-Regierungsrätin Heidi Hanselmann auch die desolate Vorsorge von Landfrauen. «Bäuerinnen bekommen selten Lohn. Der Aufstand im Heustock ist überfällig.»

Demonstrationszug durch St. Gallens Altstadt zu Rede von Hanselmann.

Gleichstellung müsse zum Normalfall werden, forderte Hanselmann. Dafür brauche es Chancengleichheit für Frauen im Beruf, mehr Betreuungsplätze, gleichen Lohn für Frauen und Männer und auch bessere Bedingungen für Männer in der Familie.

Vor genau 20 Jahren, am 14. Juni 1991, fand in der Schweiz schon einmal ein nationaler Frauenstreiktag statt. Damals beteiligten sich rund 100'000 Personen. 

(sda/rucf/engf)

Kommentare aktiv...

T. Duran, New York
(Openyoureyes Mann)
Verfasst am: 15.6.2011 8:26

Die meisten Frauen kratz das doch gar nicht

Es sind wohl eher die vertreten, die mangels... [1]  mehr

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P. hintermeister, romanshorn
(Ava Frau)
Verfasst am: 15.6.2011 8:23

Feminismus

hat uns Frauen riesigen Schaden angerichtet.... mehr

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M. Hauri, Hünibach
(M.Hauri Mann)
Verfasst am: 14.6.2011 23:22

Gleichstellung ist Quark

Mich stört, dass Gleichheit zwischen Mann und... [1]  mehr

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