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Seit' an Seit': China und Taiwan gegen Massenbetrug

Samstag, 11. Juni 2011, 5:13 Uhr

Wegen Telefon- und Internetbetrugs sind in sechs verschiedenen Ländern Asiens hunderte Verdächtige festgenommen worden. Die Opfer der international agierenden Bande seien vor allem Chinesen gewesen, teilte die Polizei in Taiwan mit. Sie machte offenbar erstmals mit Kollegen der Volksrepublik gemeinsame Sache.

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Insgesamt seien 598 Verdächtige in Taiwan, China, Kambodscha, Indonesien, Malaysia und Thailand gefasst worden. Unter ihnen waren 410 Taiwanesen und 181 Chinesen.

Allein in Taiwan waren den Angaben zufolge mehr als 800 Polizisten im Einsatz, um 162 Verdächtige festzunehmen. Dabei wurden umgerechnet 316'000 Euro beschlagnahmt. «Das wird den Betrüger-Ringen einen heftigen Schlag versetzen», sagte Taiwans Polizeichef Wang Cho-chiun zu der länderübergreifenden Polizeiaktion.

Erste gemeinsame Ermittlungen

Es sei das erste Mal gewesen, dass Taiwan und China gemeinsam Ermittlungen in anderen Ländern führten. Die Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Taiwan sind gespannt, da Peking Taiwan als abtrünnige Provinz betrachtet.

Die Betrüger sollen unter anderem ihre Opfer angerufen und ihnen fälschlicherweise mitgeteilt haben, dass sie wegen eines Verkehrsdelikts eine Geldbusse an ein bestimmtes Konto zahlen müssten. Wenn sie dies nicht täten, kämen sie vor Gericht.

(sda/afp/halp)

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