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Weko untersucht Schweizer Hitparade

Dienstag, 7. Juni 2011, 10:15 Uhr, Aktualisiert 08.06.2011, 4:11 Uhr

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen den IFPI Schweiz, den Dachverband der Ton- und Tonbildträgerhersteller in der Schweiz, eröffnet. Grund: Unter anderem soll eine repräsentative Hitparade in der Schweiz verhindert worden sein.

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Musikbusiness: Unsaubere Töne (10vor10 vom 07.06.2011)

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Kurz zur Vorgeschichte: Der Song «Slow Down? Take It Easy» von der Schweizer Band Da Sign And The Opposite steigt Ende 2009 innert kurzer Zeit in die Top-5-Platzierung der  iTunes Charts auf. Der Hit ist vielerorts zu hören, wochenlang aber nicht in der nationalen Hitparade. Laut der «NZZ» soll die IFPI Schweiz dies verhindert haben.

Shigs Amemiya, Geschäftsführer des Schweizer Digitalvertriebs iMusician Digital vertrieb den Song. iMusician Digital ist zu der Zeit allerdings nicht Mitglied beim IFPI Schweiz – die Aufnahme in den Verband wurde ihm verweigert.

Bild Gitarren, Schlagzeug und Verstärker auf einer kleinen Bühne. (colourbox)
Bei der Hitparade ist unklar, ob tatsächlich der beliebteste und nicht der meist gefördertste Hit ganz oben steht. colourbox

Amemiya reichte bei der Weko ein 48-seitiges Schreiben ein, worin er auf Verflechtungen hinweist, mittels derer vor allem die grossen Plattenfirmen in der Schweiz, ihre Interessen schützen würden.

WEKO schaltet sich ein

Die Weko eröffnete darauf eine Vorabklärung gegen den Schweizer Ableger der «International Federation of the Phonographic Industry» (IFPI Schweiz) und dessen Mitglieder und nun eine Untersuchung. 

Die Hitparade und der IFPI Schweiz

Die Hitparade in der Schweiz wird durch das Unternehmen Media Control ermittelt – im Auftrag von IFPI Schweiz.

Die Schweizer Hitparade basiert auf Verkäufen von Musiktiteln. Gewertet werden die Verkäufe aus dem Schweizer Tonträgerhandel und den verkauften Download-Dateien der grössten Internetportale des Landes.

Die Begründung der Weko: «Eine am 24. März 2011 eröffnete Vorabklärung hat Anhaltspunkte dafür ergeben, dass IFPI Schweiz sowie deren Mitglieder Parallelimporte gewisser Musikträger – beispielsweise CDs – behindert haben. Des Weiteren sollen die Aufnahmebedingungen in den Verband IFPI Schweiz untersucht werden.» Schliesslich setzt die Weko auch Fragezeichen hinter die Art und Weise, wie die IFPI die Schweizer Hitparade ermittelt.

Zudem seien die Verwendungsbedingungen für das Promotions-System «Music Promotion Network», das von vielen Radiostationen benutzt werde, Gegenstand der Untersuchung.

(sf/sda/schubeca)

Kommentare aktiv...

J. Zihlmann, Salinas
(casasinnombre Mann)
Verfasst am: 7.6.2011 19:22

Und schlussendlich

enscheidet ja dasVolk, was es gerne hören... [1]  mehr

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J. Zihlmann, Salinas
(casasinnombre Mann)
Verfasst am: 7.6.2011 17:12

Und wenn auch

immer die selben Interpreten eingeladen sind, Es... mehr

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U. Rothenbuehler, Bern
(Arcus5 Mann)
Verfasst am: 7.6.2011 13:11

Musikbranche ist die grösste Mafia...

Da ich selber seit Jahren aktiver Hobbymusiker... [2]  mehr

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