Schweiz
40 Jahre Frauenstimmrecht in Bern gewürdigt
Am festlichen Anlass zum 40 Jahre Jubiläum des Frauenstimmrechts hat Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey die Vorkämpferinnen gewürdigt. «Das Frauenstimm- und -wahlrecht war gleichsam der Grundstein für eine konkrete Gleichstellungspolitik der Schweiz», erklärte die Aussenministerin in Bern.
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«Vieles, das die Pionierinnen hart erkämpfen mussten, ist heute für die jungen Frauen selbstverständlich geworden», sagte Calmy-Rey vor Parlamentariern sowie weiteren Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.
Trotzdem sei die tatsächliche Gleichstellung auch heute nicht überall erreicht, gab die Bundespräsidentin zu bedenken: «Frauen sind noch deutlich unterrepräsentiert in den Entscheidungsgremien in Politik und Wirtschaft. Es braucht mehr Frauen dort, wo wichtige Entscheide gefällt werden.»
An dem Anlass wurde der Kämpfe gedacht, die zur Erreichung des Frauenstimmrechts nötig waren. Hierzu gab es einen filmischen Rückblick in ein halbes Jahrhundert Frauengeschichte.
Baustelle «Lohnungleichheit»
Am Festakt erwiesen auch Bundeskanzlerin Corina Casanova, die Bundesrätinnen Doris Leuthard, Simonetta Sommaruga und Eveline Widmer-Schlumpf sowie Bundesrat Johann Schneider-Ammann den Pionierinnen des Frauenstimmrechts die Ehre.
Bei der Lohngerechtigkeit zwischen Mann und Frau gebe es noch viel zu tun, erklärte Bundesrätin Leuthard. Bundesrat Schneider-Ammann sagte, Frauen und Männer seien heutzutage gleich gut ausgebildet, es sei nichts als richtig, dass die Frauen mehr und mehr Einzug in die Chefetagen hielten.
Weltweit eines der letzten Länder
Die Schweiz war weltweit eines der letzten Länder, das den Frauen die gleichen politischen Rechte zugestand wie den Männern. Am 7. Februar 1971 stimmten 65,7 Prozent der Männer der Einführung des Frauenstimmrechts zu. 1959 war die gleiche Vorlage mit einer Zweidrittel-Mehrheit abgelehnt worden.
Am 6. Juni 1971 stimmten die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erstmals gemeinsam über zwei eidgenössische Vorlagen ab: die Bundesbeschlüsse betreffend den «Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt gegen schädliche oder lästige Einwirkungen» und die «Weiterführung der Finanzordnung des Bundes».
«Frauenfrage» weiter aktuell
Bundeskanzlerin Corina Casanova sagte in ihrer Rede, dass die «Frauenfrage» trotz einer Frauenmehrheit in der Landesregierung und amtierender Bundespräsidentin weiter aktuell bleibe.
Zwar seien seit 2010 auch die Präsidien von National- und Ständerat schon in Frauenhand gewesen, doch zeigten die Statistiken über den Frauenanteil in den Kantonsparlamenten und der Bundesversammlung, dass der Anteil der Frauen nicht einfach kontinuierlich steige, sondern stagniere und mancherorts gar leicht zurückgehe.
Mit Blick auf die kommenden National- und Ständeratswahlen vom 23. Oktober 2011 sei daher eine höhere Beteiligung von Frauen in der Politik und die Unterstützung von Frauenkandidaturen wünschenswert.
(sda/stom)
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E. Eremit, Schweiz
)
(Eremit
Verfasst am: 6.6.2011 23:09
"tatsächliche Gleichstellung auch heute nicht überall erreicht"
In dem Punkt muss man MCR recht geben. Es wird... [1] mehr
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M. Steiner, Zürich
)
(shankara
Verfasst am: 6.6.2011 22:29
Ich wiederhole mich!
Politik ist Männersache - und wenn ich... mehr
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