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«Mähdrescher Gottes»: Umstrittener Prediger tritt in der Schweiz auf

Thomas von Grünigen
Mittwoch, 1. Juni 2011, 14:22 Uhr, Aktualisiert 02.06.2011, 0:56 Uhr

In Afrika zieht der deutsche Missionar Reinhard Bonnke mit Wunderheilungen ein Millionen-Publikum an. Nun will der selbst ernannte «Mähdrescher Gottes» auch in der Schweiz seine Ernte einfahren, wie die «Rundschau» berichtet. Freikirchliche Kreise haben ihn ins Zürcher Hallenstadion und in die Eissporthalle bei Lausanne eingeladen.

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Mähdrescher Gottes (Rundschau vom 01.06.2011)

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Die evangelische Informationsstelle «Relinfo» wirft Bonnke unter anderem vor, er schüre religiöse Ausschreitungen in Nigeria. Zudem habe er Geld von geächteten Diktatoren angenommen.

Religionsexperte übt Kritik

Reinhard Bonnke wurde vor allem durch die Behauptung bekannt, an seinen Veranstaltungen würden Menschen durch den Glauben an Gott auf wundersame Weise von schweren Krankheiten geheilt. An seinen Veranstaltungen behaupten Blinde, sie könnten wieder sehen, und Gehbehinderte, sie könnten wieder gehen. Vor allem in Afrika verfolgen teils Hunderttausende Menschen diese so genannten Grossevangelisationen.

Bild Ein dunkelhäutiger Mann mit Mikrofon steht einem Europäer gegenüber, der ebenfalls ein Mikrofon in der Hand hält
Eine der «Wunderheilungen»: Die Frau kann angeblich wieder gehen. sf

Religionsexperte Georg Schmid kritisiert den Deutschen in der Sendung «Rundschau» scharf. Die angeblichen Wunderheilungen überprüfe Bonnke nicht: «Er ist schlau genug, dass er nicht nachfragt wie plausibel die Heilungen wirklich sind, weil er weiss: Durch all die Heilungsberichte hat er nachher mehr Publikum.»

Die Schweizer Freikirche ICF (International Christian Fellowship) hat Bonnke für einen Gastaufritt an einer Grossveranstaltung am Pfingstsamstag ins Zürcher Hallenstadion eingeladen. Schon am kommenden Samstag will Bonnke im «Patinoire de Mallet» bei Lausanne eine Internationale Heilungskonferenz durchführen.

«Bonnke wusste, wie korrupt Abacha war»

In der Kritik steht Bonnke vor allem wegen seines Umgangs mit afrikanischen Diktatoren. So hat er – wie er in einem Buch selber einräumt – von Nigerias Militär-Diktator Sani Abacha 100‘000 Dollar entgegen genommen. «Bonnke wusste, wie korrupt Abacha war, er wusste, dass das Geld dem nigerianischen Volk gestohlen worden war, und er hat es trotzdem für sein Missionswerk verwendet» kritisiert Religionsexperte Georg Schmid. Die Schweiz hat im vergangenen Jahrzehnt über 600 Millionen Abacha-Gelder an Nigeria zurückerstattet.

Auch mit Liberias Ex-Präsident Charles Taylor hatte Bonnke ein gutes Einvernehmen. Taylor muss sich derzeit wegen Kriegsverbrechen vor einem UNO-Sondertribunal in den Haag verantworten. Zudem provozierte Bonnke 1991 mit einem Auftritt in Nigeria schwere Unruhen zwischen Muslimen und Christen.

Der Gründer der Freikirche ICF, Leo Bigger, verteidigt in der Sendung «Rundschau» seine Entscheidung, Bonnke als Gastreferent einzuladen: «Ich kenne sein Leben nicht im Detail. Als ich sah, mit welcher Leidenschaft und Begeisterung er predigt, entschloss ich mich, ihn einzuladen.»

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R. Graf, Züri West
(kingskid Mann)
Verfasst am: 4.6.2011 1:31

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Liebes SF, euer Votesystem wird nach Strich und... mehr

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P. von Kampen, Starnberg
(von_Kampen Mann)
Verfasst am: 3.6.2011 13:00

HIer im Forum ...

gibt es auch noch, in dreifacher Ausführung, die... mehr

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S. Lamprecht, Eglisau
(Verteidiger Mann)
Verfasst am: 2.6.2011 21:46

Wer kontrolliert...

eigentlich den sogenannten Religions Experten... mehr

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