Schweiz
Frauen verdienen im Schnitt 40 % weniger als Männer
Die Schweizer Gewerkschaften haben für den 14. Juni zu einem nationalen Aktions- und Streiktag zur Lohngleichheit aufgerufen. Nach wie vor würden Frauen gegenüber Männern beim Lohn benachteiligt. Besonders alarmierend sei, dass sich in den letzten Jahren diese Diskriminierung noch verschärft habe.
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«Geht es um den Lohn, ist es verheerend, eine Frau zu sein», sagte der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) Paul Rechsteiner an einer Medienkonferenz in Bern: «Männer verdienen im Durchschnitt 6427 Franken, Frauen im Schnitt 3745 Franken pro Monat (2008 netto). Das sind 41,7 Prozent weniger.»
Rechsteiner führte die Ursachen für diesen enormen Unterschied auf: Frauen leisteten einen wesentlich grösseren Anteil als Männer an gesellschaftlich notwendiger, unbezahlter Arbeit. Entsprechend hätten sie geringere Pensen bei der Erwerbsarbeit.
Gleiche Arbeit, aber nicht gleicher Lohn
Frauen arbeiteten viel häufiger in Tieflohnbereichen als Männer. Rund drei Viertel der Tieflohnstellen seien von Frauen besetzt. In den Betrieben hätten die Männer tendenziell die bessere berufliche Stellung.
«Und als ob dies alles nicht reichen würde, werden Frauen bei gleichwertiger Arbeit auch noch schlechter entlöhnt», sagte der SGB-Präsident. Die reine Lohndiskriminierung bei gleichwertiger Arbeit betrage rund zehn Prozent.
«Achtung. Fertig. Frauen los!»
Das sei ein starker Grund, weshalb die Gewerkschaften für den 14. Juni zu einem nationalen Aktions- und Streiktag zur Lohngleichheit aufrufen. Der Aktionstag trägt den Namen: «Achtung. Fertig. Frauen los».
Im Bereich der Lohngleichheit gibt es somit 40 Jahre nach Abschaffung der Diskriminierung beim Stimmrecht nichts zu feiern. Das ist ein starker Grund, weshalb die Gewerkschaften für den 14. Juni, aus Anlass von 20 Jahren Frauenstreik, zu einem nationalen Aktionstag aufrufen.
Ausserdem hatten vor 20 Jahren, beim Schweizer Frauenstreik am 14. Juni 1991, gegen eine halbe Million Frauen gestreikt. Die Arbeitsniederlegung lief damals unter dem Motto: «wenn Frau will, steht alles still». Anlass war damals das 10-jährige Bestehen des Verfassungsartikels «Gleiche Rechte für Mann und Frau».
Notfalls neue Massnahmen aufgleisen
Die Unternehmen und die Konzernspitzen müssten sich bewusst sein, dass das Lohngleichheitsprinzip für gleichwertige Arbeit nicht freiwillig sei. Es handle sich um einen Verfassungsgrundsatz.
Werde der heutige verfassungswidrige Zustand nicht auf dem Weg des Lohngleichheitsdialogs beseitigt, brauche es griffigere staatliche und gesetzliche Massnahmen, das Recht endlich durchzusetzen, sagte Rechsteiner.
(sda/stom)
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O. toneatti, bern
)
(olgar
Verfasst am: 28.5.2011 19:26
Es ist einfach schade, dass die
vielen Arbeitnehmerinnen in der Schweiz,... mehr
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S. Lamprecht, Eglisau
)
(Verteidiger
Verfasst am: 27.5.2011 23:38
Sorry aber schwanger werden..
kann ich noch nicht , oder fordert das der... mehr
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W. Starnberger, Therwil
)
(waltstarn
Verfasst am: 27.5.2011 20:53
Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit
ist ein steinalter Hut aus dem letzten... mehr
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