Vermischtes
Tag des Abwassers – Kläranlagen öffneten ihre Türen
Am Samstag war der Tag des Abwassers. 57 Schweizer Gemeinden hatten deswegen ihre Kläranlagen für Besucher geöffnet. Hauptziel war es, der Bevölkerung die wichtige Rolle der Abwasserreinigung im täglichen Leben aufzuzeigen. Angeboten wurden unter anderem Führungen, Vorträge und Ausstellungen.
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2,6 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt seien bei der sanitären Grundversorgung mit erbärmlichen Zuständen konfrontiert, heisst es in einer Mitteilung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).
Ein funktionierendes Abwasserreinigungssystem gehöre zur minimalen sanitären Grundversorgung und sei damit ein Menschenrecht, heisst es weiter. Gerade in Entwicklungsländern müssten jedoch nach wie vor 40 Prozent aller Menschen ohne minimale sanitäre Grundversorgung leben.
Vorbildliches System
Die Folgen sind laut Deza eine grosse Zahl vermeidbarer Krankheiten und eine hohe Kindersterblichkeit. Alle 20 Sekunden beispielsweise stirbt ein Kind an Durchfall.
Die Schweiz besitze «eines der besten Abwasserreinigungssysteme der Welt», schreibt die Deza. Mit Rundgängen, Vorträgen und Ausstellungen können sich Interessierte am Tag des Abwassers mit den Herausforderungen der Abwasserreinigung vertraut machen.
Riesiges Abwassernetz
Eine Herausforderung sei hierzulande beispielsweise die Energiefrage: Kläranlagen haben ein grosses Potenzial für Energieeinsparungen und für die Produktion von Ökostrom, heisst es weiter.
In der Schweiz wurden in den letzten Jahrzehnten rund 47'000 Kilometer Abwasserkanäle gebaut – das ist mehr als der Umfang der Erde. Hinzu kommen über 700 zentrale Kläranlagen und mehr als 3400 Kleinkläranlagen. Die jährlichen Kosten dafür betragen etwa 2,1 Milliarden Franken.
(sda/stom/halp)
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