Vermischtes
Der Bär pirscht sich wieder an die Schweiz heran
Die Schweiz dürfte dieses Jahr wieder Bären-Besuch bekommen. Schon vor 14 Tagen wurde ein Tier nur rund 10 Kilometer von der Grenze entfernt im Südtirol gesichtet. Welcher Bär auch immer kommt: Zu wünschen ist ihm, dass er sich zu benehmen weiss.
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Er hätte eigentlich erwartet, dass bereits das jüngst gesichtete Tier die Grenze überquere, sagt Georg Brosi vom Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden zu «tagesschau.sf.tv». Doch offenbar hat das nicht näher identifizierte Tier es sich anders überlegt. Seit 14 Tagen gibt es auch aus dem Gebiet um die Stadt Glurns, wo die Sichtung stattfand, keine Beobachtungen mehr.

100 Jahre keine Bären mehr
Am 1. September 1904 wird der letzte Bär der Schweiz erlegt. Danach bleibt die Schweiz ein Jahrhundert lang «bärenfrei». Im Sommer 2005 dann der Beweis: Der Bär ist zurück in der Schweiz. JJ2 oder «Lumpaz», wie er genannt wurde, löst ein gewaltiges Medienecho aus.
Dennoch: Ein oder vielleicht gar mehrere Bären dürften dieses Jahr in die Schweiz kommen, ist Brosi überzeugt. Nur schon, weil es im angrenzenden Südtirol immer mehr Bären gibt. Aktuell dürften es 25 bis 30 Tiere sein. Zum Vergleich: Als im Rahmen des Projekts «Life Ursus» (1997-2004) 10 Tiere aus Slowenien im Südtirol ausgewildert wurden, lebten dort nur noch gerade eine Handvoll Bären, alte Tiere zumeist.
Immer mehr Tiere nahe der Grenze, das heisst auch: Möglicherweise bekommt es die Schweiz in den nächsten Jahren sogar wieder mit einer ständigen Bären-Population zu tun. Dass bisher nur Bären-Männchen in der Schweiz gesichtet wurden, passt ins Bild. Sie übernähmen bei der Erschliessung neuer Verbreitungsgebiete oft eine Art «Scout-Funktion», erläutert Georg Brosi.
Im Museum statt in den Wäldern
Die Schweiz und der Bär: Das ist eine nicht immer problemlose Beziehung. JJ3, der letzte ständige «Einwanderer», endete beim Tier-Präparator und steht nun im Bündner Naturmuseum in Chur.
Das Tier streifte nicht nur gerne in Siedlungsnähe umher. JJ3 riss auch relativ viele Nutztiere. Zu viele.
Vergrämungsaktionen mit Gummischrot zeigten keine Wirkung. Das wurde dem «Risikobären» zum Verhängnis. Am 14. April 2008 erlegte ihn ein Wildhüter in der Nähe des Glaspasses bei Thusis (mehr dazu: Schweiz aktuell vom 15. April 2008).
Ganz anders des «Risikobären» braver Halbbruder mit Namen MJ4. Er verhielt sich weitaus bär- und botmässiger. Und – das dürfte die Bärengegner besonders gefreut haben – entschloss sich auch noch freiwillig zur Ausreise. Etwa einen Monat nach dem Tod von JJ3 wanderte MJ4 ins Südtirol ab. Seither wurde er in der Schweiz nicht mehr gesichtet.
Wie der Bruder: «Bruno» war zu wenig scheu
Danach wurde es wieder ruhig in der Schweiz, was Bären angeht. 2009 setzte kein Meister Petz seine Pranke auf eidgenössisches Staatsgebiet. Erst 2010 wagte sich wieder ein Braunbär über die Grenze. Das Tier mit der Bezeichnung M2 verschwand allerdings auch wieder ostwärts.
Die Schweiz war mit ihrem Bären-Problem übrigens nicht alleine. Bär «Bruno» beherrschte im Sommer 2006 die Schlagzeilen und beschäftigte sogar die Politik in Deutschland. «Bruno» – eigentlich JJ1 – war ein älterer Bruder von JJ3. Und er benahm sich bei seinen Streifzügen im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet leider auch so.
Ende Juni 2006 wurde er abgeschossen (mehr dazu in der Tagesschau vom 26. Juni 2006). «Bruno» steht heute in einem Münchner Museum – in typischer Pose als Bienenwaben-Räuber.
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 21.5.2011 10:27
Der Bär pirscht sich wieder an die Schweiz heran
Liebe Bären macht einen großen Bogen um die... mehr
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T. Duran, New York
)
(Openyoureyes
Verfasst am: 21.5.2011 8:31
Wetten das
er wieder abgeknallt wird? Die Schweizer sind... mehr
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A. Bauert, Bern
)
(A.Bauert
Verfasst am: 20.5.2011 18:37
Intelligentere Wildhüter sind gefragt
Bei JJ3 war in den Zeitung zu lesen, dass er die... mehr
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