Abstimmungen 15. Mai
Uri gegen zweiten Strassentunnel durch den Gotthard
Die Urnerinnen und Urner wollen keinen zweiten Strassentunnel durch den Gotthard. Die Stimmberechtigten haben eine Initiative der Jungen SVP und den Gegenvorschlag von Regierung und Parlament abgelehnt, die damit eine jahrelange Schliessung während der Tunnelsanierung verhindern wollten.
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Die Initiative der Jungen SVP (JSVP) wurde mit 7528 zu 5699 Stimmen, der Gegenvorschlag mit 8971 zu 4102 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug 52,4 Prozent.
Würde zweite Kapazität erhöhen?
Die JSVP wollte den Verkehr nach der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels richtungsgetrennt auf die Röhren verteilen; je einspurig, dafür mit Pannenstreifen. Der Gegenvorschlag sah nach der Inbetriebnahme des neuen Tunnels den Verzicht auf die Sanierung und die vorläufige Stilllegung des alten vor.
Doch das Volk erteilte diesen Plänen eine Absage. Es stellte sich damit auf die Seite der Grünen und Linken sowie der Alpen-Initiative. Nach deren Meinung ist es eine Illusion zu glauben, dass beim Bau einer zweiten Röhre die erhöhte Kapazität nicht genutzt würde. Laut Alf Arnold von der Alpen-Initiative muss für die Zeit der Sanierung eine andere Lösung gefunden werden.
Regierungsvertreter in Sorge
Regierungsvertreter aus Uri und dem Tessin haben aber Bedenken. Während der Sanierung müsse eine Lösung gefunden werden, die sowohl für Uri wie auch für das Tessin erträglich sei, fordert der Urner Regierungsrat Markus Züst.
Ins gleiche Horn bläst auch die Tessiner Regierungsrätin Laura Sadis. Es müsse verhindert werden, dass es während zwei bis drei Jahren zu einer vollständigen Sperrung des Gotthardtunnels komme, forderte sie in der «Tagesschau». Denn dies hätte sowohl eine wirtschaftliche wie auch touristische Isolierung des Kantons zur Folge.
Zweite Tunnelröhre bis vor kurzem tabu
Fast hatte es nach einem Paradigmenwechsel im Gotthardkanton ausgesehen. Nachdem eine zweite Tunnelröhre bis vor kurzem tabu war, um die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene zu verhindern, bröckelte in letzter Zeit die Front der Gegner.
Totalsanierung in den 2020-er Jahren
Anlass dazu gab die für die 2020-er Jahre vorgesehene Totalsanierung des Gotthardtunnels. Der bliebe dann für mindestens zweieinhalb Jahre - bei Etappierung noch länger - gesperrt. Der Bund favorisiert den Auto- und Lastwagenverlad. In Uri und im Tessin befürchtet man allerdings schwere wirtschaftliche Nachteile.
Zuerst lancierte die JSVP des Kantons Uri eine Initiative für eine Standesinitiative zugunsten einer zweiten Röhre. Dann plädierte – überraschend – die Urner Regierung in einem Gegenvorschlag ebenfalls für eine zweite Röhre. Und die bürgerlichen Parteien gaben umgehend ihren Widerstand auf.
Die Befürworter einer zweiten Tunnels betonten, dass es nicht um eine Kapazitätserweiterung gehe – also nicht um den Ausbau von heute zwei auf vier Spuren. Ein solcher ist verfassungswidrig, weil dadurch das Ziel der Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene gefährdet ist.
(sda/horm/weis)
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U. Keller, Klaeng
)
(sailer
Verfasst am: 16.5.2011 9:57
natürlich
haben wir damals gegen eine zweite Röhre... [1] mehr
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M. Dimitropoulos, Basel
)
(sagiada
Verfasst am: 16.5.2011 0:01
Wer kennt das Lied?
Det äne am Bärgli, det het's es Tunnel, wenn... mehr
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M. moore, kirchberg
)
(wimperli1
Verfasst am: 15.5.2011 20:43
Hallo
Das ist kein Urner Problem das ist ein Nationales... mehr
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