International
Sarkozy soll AKW Fessenheim schliessen
In einem offenen Brief an den französischen Staatschef Nicolas Sarkozy haben deutsche und französische Europa-Abgeordnete die Schliessung des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim 40 Kilometer nördlich von Basel gefordert.
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Der Meiler im Elsass liege in einem Erdbebengebiet und direkt am Rheinkanal, heisst es in dem in Strassburg veröffentlichten Schreiben. Bei einem Dammbruch könne es somit eine Überschwemmung geben - wie im japanischen AKW Fukushima nach dem Tsunami.
«Direktes und dauerhaftes Risiko»
Zudem lebten in einem Umkreis von 30 Kilometern um Fessenheim rund 930'000 Menschen, schrieben die Abgeordneten. Wenn das AKW weiter betrieben werde, bedeute dies ein «direktes und dauerhaftes Risiko» für eine Bevölkerungsgruppe, die fünf Mal grösser sei als die in der Region um Fukushima.
Die Unterzeichner sind vier Grüne und drei Sozialisten aus der deutsch-französischen Grenzregion, darunter die ehemalige Strassburger Bürgermeisterin Catherine Trautmann.
Die beiden Druckwasserreaktoren von Fessenheim wurden 1977/78 in Betrieb genommen. Sie sind damit die ältesten in Frankreich. Der Betreiber EDF hat für Block 1 bereits eine Verlängerung der Laufzeit um zehn Jahre beantragt. Frankreich ist nach den USA das Land mit den meisten Atomkraftwerken: Die 58 Reaktoren produzieren knapp vier Fünftel des Stroms des Landes.
(sda/godc)
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