Katastrophe in Japan
Tepco ebnet Weg für Reparatur der AKW-Kühlsysteme
Knapp acht Wochen nach Beginn der Atomkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben die Vorarbeiten für die Reparatur der Kühlsysteme begonnen. An den Turbinengebäuden werden spezielle Zelte errichtet, um Arbeitern den Zugang zu ermöglichen.
Zudem soll in den kommenden Tagen die Radioaktivität in der Luft von Reaktorblock 1 durch Ventilatoren und Filter auf ein Zwanzigstel des jetzigen Wertes gesenkt werden, wie ein Sprecher des Betreibers Tepco erklärte. Dies sollte längere Arbeitszeiten in der Atomruine ermöglichen.
Unterdessen rückten japanische Soldaten bei der Suche nach Vermissten erstmals in die Zehn-Kilometer-Zone um das Atomkraftwerk vor. Bislang wurden 14'700 Tote des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunamis registriert. 11'000 Menschen werden weiterhin vermisst.
Kampf kann bis Ende Jahr andauern
Das Atomkraftwerk Fukushima an der japanischen Ostküste war am 11. März durch das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami schwer beschädigt worden. Aus der Anlage tritt seither Radioaktivität aus.
Experten kämpfen darum, die vier beschädigten Reaktoren und deren Abklingbecken zu kühlen und damit wieder unter Kontrolle zu bringen. Tepco hat erklärt, es könne bis Ende des Jahres dauern, bis dies gelinge. Das Unternehmen sieht sich mit Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe konfrontiert.
(sda/bers)







