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Ein gefährlicher Osterbrauch in Griechenland

Sonntag, 24. April 2011, 17:12 Uhr, Aktualisiert 21:27 Uhr

Ostern ist in Griechenland Ausnahmezustand. Überall gibt es Gottesdienste und Prozessionen. Ein besonderer Brauch ist das Feuerwerk am Ostersamstag. Die griechischen Christen feiern traditionell Christi Auferstehung mit Feuerwerkskörpern, vergleichbar der Silvesternacht. Ein gefährliches Spektakel.

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Im kleinen Dorf Vrondandos auf der Insel Chios beschiessen sich alljährlich am Ostersonntag die Mitglieder der beiden orthodoxen Kirchen Saint Mark und Panagia Erithiani mit einer Unmenge an Raketen. Das Ziel ist es die «gegnerische» Glocke im Turm zu treffen. Bis zu 100'000 Raketen werden abgefeuert.

Ungewöhnlicher Osterbrauch in Griechenland (Tagesschau, 24.04.2011).

Der griechisch-orthodoxe Brauch, während der Auferstehungsmesse am Samstag um Mitternacht Feuerwerkskörper zu entzünden, hat dieses Jahr zwei Menschen das Leben gekostet.

Auf der Insel Rhodos explodierte in einem Haus in der Ortschaft Mandriko am Samstagabend eine grosse Menge an Knallkörpern. Zwei Männer waren auf der Stelle tot, wie der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die beiden hätten die pyrotechnischen Artikel für die Auferstehungsmesse vorbereitet, hiess es.

Die griechischen Christen feiern traditionell Christi Auferstehung mit Feuerwerkskörpern, vergleichbar der Silvesternacht. Der Brauch geht offenbar aufs 19. Jahrhundert zurück. Damals war die Insel noch von den Osmanen besetzt. Die Griechen, die mit ihren Schiffen in der Bucht ankerten, schossen damals noch mit echten Kanonen auf die Insel.

(sf/weis)

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