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Berühmter indischer Guru Sai Baba gestorben

Sonntag, 24. April 2011, 12:23 Uhr, Aktualisiert 21:23 Uhr

Der berühmte indische Guru Sai Baba ist tot. Der 85-Jährige sei an Herz-Kreislauf-Versagen gestorben, nachdem er drei Wochen lang um sein Leben gekämpft habe, sagten Ärzte dem indischen Fernsehen.

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Indiens Premierminister Manmohan Singh nannte den Guru mit der markanten Frisur im Afro-Look eine «ikonische Persönlichkeit», die Millionen inspiriert und beeinflusst habe.

Der indische Guru Sai Baba ist in der Nacht auf Sonntag gestorben (Tagesschau, 24.04.2011).

Seine Lehren hätten auf «universellen Idealen» wie Wahrheit, Redlichkeit, Friede, Liebe und Gewaltlosigkeit beruht. Singh würdigte in seiner Erklärung auch das Engagement des Gurus im Bildungs- und Sozialbereich.

Anhänger pilgern vor Klinik

Nach Bekanntwerden des Todes versammelten sich Tausende Trauernde vor der Klinik in Puttaparthi. In der Kleinstadt rund 150 Kilometer nördlich der IT-Metropole Bangalore befindet sich das Hauptquartier der Sekte, der Prashanthi Nilayam Ashram.

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Vor der Klinik in der 150 Kilometer nördlich von Bangalore gelegenen Kleinstadt tausende besorgte Gläubige aus.

Dort soll der Leichnam Sai Babas zwei Tage lang aufgebahrt werden. Die Polizei zog zusätzliche Einsatzkräfte zusammen, um des erwarteten Ansturms Herr zu werden.

Gegenstände zum Schweben gebracht

Sai Baba gehörte zu den bekanntesten indischen «Gurus» (spirituellen Lehrmeistern) mit mehreren Millionen Anhängern im In- und Ausland, darunter Filmstars, einflussreiche Geschäftsleute und Politiker.

Er war nach eigenen Angaben die Reinkarnation eines berühmten Gurus aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde durch spirituelle «Wunder» - etwa Gegenstände zum Schweben zu bringen - berühmt. Seine Kritiker hatten das als «Taschenspielertricks» kritisiert.

Vorwurf des sexuellen Missbrauchs

Im Jahre 2000 war der Guru in die Schlagzeilen geraten, nachdem ihm ehemalige Anhänger sexuellen Missbrauch vorgeworfen hatten. Satya Sai Baba wies diese Anschuldigungen stets zurück.

Sai Baba war bereits vergangenen Monat mit Herz-, Lungen- und Nierenproblemen in ein Spital in seiner Heimatstadt Puttaparthi im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh eingeliefert worden.

(sda/weis)

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