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«Club»: Emanzipation – sind Männer die Verlierer?

Dienstag, 19. April 2011, 23:23 Uhr

Immer mehr Männer organisieren sich und fordern im Scheidungsfall ihre Rechte für die Kinder ein. Das Modell der Gleichstellung von Mann und Frau ist nicht etwa gescheitert, sondern bekommt eine neue Dimension. 15 Jahre nach Einführung des Gleichstellungsgesetzes sei eine Anpassung nötig – und zwar für die Männer.

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Von einer Verlier- oder gar Opferrolle der Männer will Markus Theunert von «männer.ch» nichts wissen. Natürlich gäbe es zehntausende von Vätern, die sich im Scheidungsfall benachteiligt fühlten, aber darum gehe es bei der aktuellen Diskussion nicht. «Wir Männer müssen heute, wo erstmals die Möglichkeit besteht, eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu verwirklichen, die Chance packen und uns fragen, wie wir als Männer und Väter einen Beitrag leisten können.»

Die aktuelle Debatte ist eine «Challenge» für die Gesellschaft.

Dass sich das Rollenverständnis zwischen Mann und Frau oder Vater und Mutter in den vergangenen Jahren stark verändert hat, unterstreicht auch der ehemalige Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber. Er selbst mache die Beobachtung, dass sich deutlich mehr Männer um die heranwachsenden Kinder kümmern als früher.

«Als Stadtpräsident habe ich mir im Terminkalender 10 Abende pro Monat für meine Kinder reservieren lassen.»
Elmar Ledergerber

Es brauche dringend flexible Arbeitszeitmodelle. Da sei in erster Linie die Wirtschaft in der Pflicht.

«Ich sehe immer mehr junge Männer mit Kinderwagen» sagt Elmar Ledergerber.

Damit die Rollenteilung von Mutter und Vater bei der gemeinsamen Kindererziehung auch wirklich funktioniert, brauche es mehr Verständnis von Seiten der Frau, sagt der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl. Männer und Frauen hätten nicht die gleiche Auffassung von Kindererziehung. Eine Wertung vorzunehmen, wäre deshalb falsch. «In der Betreuung von Kindern braucht es eine weibliche und männliche Form der Erziehung» so der Psychologe Guggenbühl.

In der Kindererziehung braucht es Frau und Mann.

Einig sind sich alle Teilnehmer der Diskussion über folgendem Punkt: Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, und das Familienleben bildet dabei keine Ausnahme. Anpassungen seien daher nötig. Der Hausfrau und Mutter Rösli Zuppiger schwebt beispielsweise eine berufliche Weiterbildung von erziehenden Müttern vor. Ziel dieser Weiterbildung sei es, Frauen den Wiedereinstieg in den Berufsalltag zu vereinfachen. Die Wirtschaft wäre dringend auf gutausgebildete Frauen angewiesen.

«Es gibt in der Schweiz 40‘000 Bundesbeamte, doch kein einziger kümmert sich um Buben-, Männer- oder Vaterfragen.»
Markus Theunert

Jobsharing oder eben die Aufteilung der Kinderbetreuung sei das Zauberwort in dieser Diskussion. Teilzeitmodelle dürften aber nicht zum Nachteil in der Berufslaufbahn werden, egal ob Mann oder Frau. Hier ortet die Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, Elisabeth Freivogel, durchaus Handlungsbedarf. «Das Gleichstellungsgesetz schützt beide Geschlechter vor Diskriminierung, nicht nur die Frauen.»

Die Schweiz sei derzeit auf dem richtigen Kurs, postuliert Elmar Ledergerber. Sein Zitat «Lieber Papi statt Stapi» sorgte vor zwei Jahren bei seinem Rücktritt für Schlagzeilen. «Der Geschlechterkampf ist kein Erfolgsrezept, es gibt zwar immer wieder Konflikte, aber in den vergangenen dreissig Jahren ist einiges gegangen, das darf man durchaus sagen.»

(sf/blur)

Kommentare aktiv...

D. Schmid

Verfasst am: 21.4.2011 11:15

Und für (fast) alle diese Probleme

gäbe es eine so einfache Lösung:... [1]  mehr

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D. Schmid

Verfasst am: 21.4.2011 10:07

Eine Idee, die (fast) alle Probleme löst:

Das Grundeinkommen! Schauen Sie den Film, der... mehr

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I. Ndlovu, Mbombela/NST
(mBabe Mann)
Verfasst am: 20.4.2011 23:49

Da die Gleichberechtigung..

im Eheleben am meisten Einschnitte bringt.. na,... mehr

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