Schweiz
«Club»: Emanzipation – sind Männer die Verlierer?
Immer mehr Männer organisieren sich und fordern im Scheidungsfall ihre Rechte für die Kinder ein. Das Modell der Gleichstellung von Mann und Frau ist nicht etwa gescheitert, sondern bekommt eine neue Dimension. 15 Jahre nach Einführung des Gleichstellungsgesetzes sei eine Anpassung nötig – und zwar für die Männer.
Bild
Von einer Verlier- oder gar Opferrolle der Männer will Markus Theunert von «männer.ch» nichts wissen. Natürlich gäbe es zehntausende von Vätern, die sich im Scheidungsfall benachteiligt fühlten, aber darum gehe es bei der aktuellen Diskussion nicht. «Wir Männer müssen heute, wo erstmals die Möglichkeit besteht, eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu verwirklichen, die Chance packen und uns fragen, wie wir als Männer und Väter einen Beitrag leisten können.»
Dass sich das Rollenverständnis zwischen Mann und Frau oder Vater und Mutter in den vergangenen Jahren stark verändert hat, unterstreicht auch der ehemalige Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber. Er selbst mache die Beobachtung, dass sich deutlich mehr Männer um die heranwachsenden Kinder kümmern als früher.
Es brauche dringend flexible Arbeitszeitmodelle. Da sei in erster Linie die Wirtschaft in der Pflicht.
Damit die Rollenteilung von Mutter und Vater bei der gemeinsamen Kindererziehung auch wirklich funktioniert, brauche es mehr Verständnis von Seiten der Frau, sagt der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl. Männer und Frauen hätten nicht die gleiche Auffassung von Kindererziehung. Eine Wertung vorzunehmen, wäre deshalb falsch. «In der Betreuung von Kindern braucht es eine weibliche und männliche Form der Erziehung» so der Psychologe Guggenbühl.
Einig sind sich alle Teilnehmer der Diskussion über folgendem Punkt: Die Gesellschaft befindet sich im Wandel, und das Familienleben bildet dabei keine Ausnahme. Anpassungen seien daher nötig. Der Hausfrau und Mutter Rösli Zuppiger schwebt beispielsweise eine berufliche Weiterbildung von erziehenden Müttern vor. Ziel dieser Weiterbildung sei es, Frauen den Wiedereinstieg in den Berufsalltag zu vereinfachen. Die Wirtschaft wäre dringend auf gutausgebildete Frauen angewiesen.
Jobsharing oder eben die Aufteilung der Kinderbetreuung sei das Zauberwort in dieser Diskussion. Teilzeitmodelle dürften aber nicht zum Nachteil in der Berufslaufbahn werden, egal ob Mann oder Frau. Hier ortet die Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, Elisabeth Freivogel, durchaus Handlungsbedarf. «Das Gleichstellungsgesetz schützt beide Geschlechter vor Diskriminierung, nicht nur die Frauen.»
Die Schweiz sei derzeit auf dem richtigen Kurs, postuliert Elmar Ledergerber. Sein Zitat «Lieber Papi statt Stapi» sorgte vor zwei Jahren bei seinem Rücktritt für Schlagzeilen. «Der Geschlechterkampf ist kein Erfolgsrezept, es gibt zwar immer wieder Konflikte, aber in den vergangenen dreissig Jahren ist einiges gegangen, das darf man durchaus sagen.»
(sf/blur)
Meldungen im Tagesverlauf
- Ringier stellt PresseTV ein – mehrere Entlassungen
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Venustransit am 6. Juni 2012
- Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
- Frühstart
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Im Glück: Donghua Li zeigt erstmals sein Baby
- Hitzfeld: «Nochmals an die Leistungsgrenze gehen»
- Annan pocht in Syrien auf «mutige Schritte»
- Vier Kandidaten wollen oberster Bauer werden
- Andrei Arschawin: Heimkehr als Erfolgsrezept?
- Zum Thronjubiläum: William zeigt sein Lieblingsbild mit der Oma
- Italiens EURO-Starter bekannt, Testspiel abgesagt
- Steuerabkommen dürften im Parlament durchkommen
- Ein Wechsel im irischen Kader
- Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden


Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Ringier stellt PresseTV ein – mehrere Entlassungen
Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
Computer-Virus Flame – neue Dimension im Cyberkrieg
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
SP könnte Steuerabkommen kippen

















D. Schmid
Verfasst am: 21.4.2011 11:15
Und für (fast) alle diese Probleme
gäbe es eine so einfache Lösung:... [1] mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
D. Schmid
Verfasst am: 21.4.2011 10:07
Eine Idee, die (fast) alle Probleme löst:
Das Grundeinkommen! Schauen Sie den Film, der... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(mBabe
Verfasst am: 20.4.2011 23:49
Da die Gleichberechtigung..
im Eheleben am meisten Einschnitte bringt.. na,... mehr
Zustimmen — 5 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten