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Tamedia plant Verkauf von Radio und TV

Dienstag, 12. April 2011, 6:58 Uhr

Das Zürcher Verlagshaus Tamedia will sich nach der Fusion mit dem Westschweizer Medienunernehmen Edipresse auf sein Kerngeschäft konzentrieren: Zeitungen, Zeitschriften und Online. Die Radio- und TV-Aktivitäten sollen dagegen verkauft werden. Bereits jetzt gibt es einen Interessenten für «TeleZüri»: Ringier.



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Tamedia begründet den möglichen Verkauf von Radio24, CapitalFM, TeleBärn und TeleZüri sowie der Beteiligung von Edipresse an La Télé mit den beschränkten Synergie-Möglichkeiten. Es sei zudem unsicher, ob Tamedia nach Ablauf der geltenden Sendekonzessionen die Konzessionen erneut erhalte.

Deshalb solle bis Ende Jahr ein Verkauf geprüft werden. Entscheidend sei dafür - neben einem überzeugenden Kaufpreis - ob ein Interessent ein klares Konzept und eine Perspektive für die Mitarbeiter habe.

Tamedia will Sender verkaufen («Tagesschau», 12.04.2011)

Ringier an «TeleZüri» interessiert

Vor einer Woche anlässlich der Jahresmedienkonferenz hatte Ringier-Chef Marc Walder bereits Interesse signalisiert. Ringier wolle mit einem eigenen Fernsehsender auf den Markt kommen, sagte er. Dafür kämen «theoretisch die Sender 3+ und TeleZüri in Frage».

Dieses Interesse besteht nach wie vor. Für Ringier wäre der Kauf des Privatfernsehsenders «TeleZüri» eine Option, sagte Ringier-Sprecher Edi Estermann heute.

Ringer-Beteiligungen im TV- und Radiobereich

Schon heute verfügt Ringier in TV-Bereich über verschiedene Beteiligungen: An Sat1 (Schweiz) hält der Medienkonzern 50%, an Teleclub 33,3%, an der Produktionsfirma Grundy Schweiz 35%. Dazu kommen etwa Presse TV, Ringier TV Productions und Ringier Web TV.

Zudem hält Ringier Anteile an Privatradiosendern, und zwar 51 % an Energy Zürich und 100 % an Energy Bern.

Tamedia verdoppelt Gewinn

Trotz der Verkaufsgedanken im Bereich Radio und TV war das Geschäftsjahr 2010 für Tamedia sehr erfolgreich. Der Konzerngewinn kletterte um satte 137,3 Prozent auf 110,8 Mio. Franken. Der Umsatz der Tamedia-Gruppe stieg um 7,6 Prozent auf 806,3 Mio. Franken.

Der Gewinnsprung sei dank anziehenden Werbeumsätzen und einer deutlichen Effizienzsteigerung gelungen, heisst es in der Mitteilung.

 An der kommenden Generalversammlung vom 6. Mai wird sich Karl Dietrich Seikel nicht mehr für eine Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung stellen. An seiner Stelle wird Tibère Adler, Geschäftsführer der Groupe Edipresse, zur Neuwahl in das Gremium vorgeschlagen.

(agenturen/fasc/vaid)

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O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 12.4.2011 14:30

Jetzt wäre eine günstige Gelegenheit

für die SVP-Milliardäre, den SVP-Sender... mehr

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