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Schweiz hält bei Hautkrebs traurigen Spitzenplatz

Montag, 11. April 2011, 12:27 Uhr, Aktualisiert 22:38 Uhr

In der Schweiz kommt Hautkrebs sehr häufig vor. Im Vergleich mit 40 europäischen Ländern ist die Schweiz beim Hautmelanom an erster Stelle. Weltweit liegt die Schweiz hinter Australien und Neuseeland auf Platz 2. Neben der Sonnenstrahlung dürften Solarien eine wichtige Rolle spielen.

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Das zeigt eine Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Demnach haben knapp jede zweite Schweizerin und mehr als jeder vierte Schweizer schon einmal ein Solarium benutzt. Fast ein Zehntel der Bevölkerung legt sich regelmässig unter die künstliche Sonne – vor allem jüngere Personen.

Im Vergleich mit 40 europäischen Ländern liegt die Schweiz für das Hautmelanom mit jährlich 22 neuen Fällen pro 100'000 Einwohner an erster Stelle. Weltweit betrachtet besetzt die Schweiz hinter Australien und Neuseeland den zweiten Platz.

Das Melanom gehört zu den häufigsten Krebsarten bei jungen Erwachsenen.

Die meist nicht tödlich verlaufenden Hautveränderungen, so genannte Nicht-Melanome, treten mit jährlich rund 160 neuen Fällen pro 100'000 Einwohner auf. 

Gesundheitsrisiko Solarium

In den letzten 20 Jahren hat sich die Melanom-Häufigkeit in der Schweiz verdoppelt. Dabei sind sowohl die Zunahme als auch die Häufigkeit in der Alterskategorie der unter 50-Jährigen bei den Frauen gegenüber den Männern deutlich grösser. Bei den über 70-Jährigen sind die Verhältnisse gerade umgekehrt.

Der Grund für das grosse Hautkrebsvorkommen und diesen Anstieg in der Schweizer Bevölkerung ist nicht abschliessend geklärt. Vermutet wird das sich seit Jahren veränderte UV-intensive Freizeitverhalten an Wochenenden, häufige Sonnenurlaube und Kompensation der grauen und kalten Jahreszeit an der künstlichen Sonne im Solarium.

Grundsätzlich sei die Nutzung eines Solariums ein potenzielles Gesundheitsrisiko, schreibt das BAG. Gerade Personen mit dem hellsten Hauttyp I sollten auf keinen Fall ein Solarium benutzen. Personen mit dem etwas dunkleren Hauttyp II wird von einem Solariumbesuch abgeraten. 

Befragung zur Solarium-Nutzung

Die Ergebnisse der Studie «Solariumnutzung in der Schweiz» basieren zum einen auf einer repräsentativen Befragung von 1000 Einwohnern ab 16 Jahren aus der ganzen Schweiz durch das Forschungsinstitut gfs.bern.

Um die Gruppe der Solarium-Nutzenden vertieft analysieren zu können, wurde zudem eine Stichprobe solcher Personen befragt. Total liegen so die Aussagen von 703 aktuell Solarien nutzenden Personen ab 16 Jahren vor. Die Befragungen wurden zwischen dem 3. Mai und dem 14. Juni 2010 durchgeführt.

Sich schützen wie im Sommer (Puls 11.04.2011)

(sda/vaid)

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M. Dimitropoulos, Basel
(sagiada Mann)
Verfasst am: 11.4.2011 12:36

Klar

Je dümmer, desto braun gebrannter. [1] 

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