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Unterirdisches Container-Netz durch die ganze Schweiz geplant

Sonntag, 10. April 2011, 7:39 Uhr

Mit dem Projekt «Güter unter die Erde» sollen zwischen Basel und Chiasso sowie zwischen Genf und der Ostschweiz zwei riesige Tunnels entstehen, um Container unbemannt transportieren zu können. Interesse zeigen vor allem die Post und die SBB.

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Unterirdischer Warentransport zur Entlastung von Strasse und Schiene: Zwei Cargo-Projekte sollen den Verkehrskollaps verhindern, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Interesse zeigen Post und SBB.

Beim Projekt «Güter unter die Erde» sollen zwischen Basel und Chiasso sowie zwischen Genf und der Ostschweiz zwei riesige Tunnels entstehen, die Container durchgängig unterirdisch transportieren. Lokführer braucht es dazu nicht, da die Wagen vollautomatisch an ihre Bestimmungsorte gesteuert werden. SBB-Chef Andreas Meier zeigt Interesse: «Das würde helfen, unsere Kapazitätsprobleme beim wachsenden Personenverkehrsaufkommen zu lösen.»

Hinter dem Projekt stehen bekannte Unternehmen. Stadler-Rail-Chef und SVP-Nationalrat Peter Spuhler wollte sich nicht äussern; Unternehmer und FDP-Nationalrat Otto Ineichen sagt, das Tunnelsystem könne in zehn Jahren realisiert werden: «Das Interesse ist gross.»

Bild Tunnelbauarbeiter stehen vor Tunneleingang.
Das Interesse eines unteridischen Cargo-Netzes in der Schweiz ist vor allem bei der SBB und der Post gross. keystone / symbolbild

Unbemannt von Biel nach Frauenfeld

Spektakulär ist ein weiteres Transportprojekt. Die Initianten von «Cargo Tube» planen vier Ringe in der Deutschschweiz mit einer Gesamtlänge von 535 Kilometern. In Röhren von zwei Metern Durchmesser sollen Gitterpalette unbemannt in kleinen Transportern von Biel bis Frauenfeld verkehren. Ein Postsprecher bestätigt das Projekt. «Die Logistik ist ein Kerngeschäft der Post. Deshalb beobachten wir das Projekt von CargoTube aufmerksam.»

«Unterirdischer Güterverkehr würde Kapazitätsprobleme lösen.»
SBB-Chef Andreas Meyer

Das Projekt eines unterirdischen Bahnsystems durch die ganze Schweiz für Güter stösst bei SBB-Chef Andreas Meyer auf Interesse. «Das Bestechende daran ist, dass der gesamte Güterverkehr vom bestehenden Schienennetz weg käme – es gäbe separate Trassen dafür», sagt Meyer im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». «Das würde helfen, unsere Kapazitätsprobleme beim wachsenden Personenverkehrsaufkommen zu lösen.»

Lärm reduzieren durch unterirdischen Güterverkehr

Ein Fragezeichnen setzt Meyer hinter die Kosten. «Natürlich wäre ein unterirdisches System sehr kapitalintensiv. Ob sich das rechnet, kann ich nicht sagen – wir haben das noch nicht konkret geprüft.» Entscheidend wäre die Europakompatibilität. «Die internationale Anbindung ist ein kritischer Punkt.» Für den unterirdischen Gütertransport würde wiederum das Lärmproblem sprechen. «Das Lärmthema ist nicht zu unterschätzen, unter anderem deshalb sind auf deutscher Seite Zufahrten in die Schweiz blockiert», so Meyer im «Sonntag».

(kunb)

Kommentare aktiv...

A. Moser, Interlaken
(dussel Mann)
Verfasst am: 11.4.2011 8:07

WICHTIG

Die Idee ist gar nicht mal sooo dumm - wichtig... mehr

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P. Fuhrmann, Schindellegi
(Peter_F Mann)
Verfasst am: 11.4.2011 0:00

viel zu Teuer?

Beide in diesem Artikel erwähnten Projekte sind... mehr

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P. Greene, Burgdorf
(pgre Mann)
Verfasst am: 10.4.2011 22:33

bestehende Infrastruktur optimieren

Beispiel Autobahn Zürich <=> Bern: Wieso... [1]  mehr

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