International
Erneute Störung im AKW Fessenheim
Im umstrittenen französischen Atomkraftwerk Fessenheim hat sich am Sonntag eine Störung ereignet. Auf der international einheitlichen, siebenstufigen Skala ist der Vorfall auf Stufe 1 eingeordnet worden. Dennoch dürfte der wiederholte Zwischenfall die Diskussionen um Fessenheim auch in der Schweiz zusätzlich anheizen.
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Der «Fehler», der zur Störung führte, geschah laut dem Atomkraftwerk, als der Reaktor nach Wartungsarbeiten wieder hochgefahren werden sollte. Der Neutronenfluss im Reaktor sei nicht genügend ausgeglichen gewesen. Nach einer Überprüfung wurde der Reaktor am Montag dann wieder in Betrieb genommen. Laut Betreiber bestand kein Sicherheitsrisiko.
Störfälle oder schwere Unfälle in AKW werden international einheitlich erfasst. Eingeordnet werden sie auf der siebenstufigen INES-Skala. INES steht für International Nuclear Event Scale. Die Stufe 0 beschreibt Ereignisse ohne oder mit nur geringer Sicherheits-Relevanz. Die Stufen 1 bis 3 decken Störungen und Störfälle ab; Stufe 1 – wie bei Fessenheim - bedeutet eine Abweichung vom normalen Betrieb, der ansonsten aber ohne Folgen bleibt. Kann das Problem nicht behoben werden, sind ernsthafte Folgen möglich.
Für die höchste Stufe 7 ist Tschernobyl der bisher einzige Fall. Die Vorkommnisse in Fukushima werden derzeit auf Stufe 5 klassiert.
In Betrieb genommen wurden die beiden Druckwasserreaktoren der Atomanlage 1978. Das älteste Atomkraftwerk Frankreichs ist Umweltschützern in Frankreich selbst, aber auch in der Schweiz und in Deutschland schon lange ein Dorn im Auge. Basel liegt nur etwa 38 Kilometer vom AKW entfernt, Freiburg im Breisgau gar nur rund 25 Kilometer.
Sorgen bereitet den Umweltschützern die Pannenanfälligkeit des AKW Fessenheim. Im letzten Jahr wurden der französischen Atomaufsicht ASN drei Störungen der Stufe 1 gemeldet.
Nach dem schweren AKW-Unfall in Japan ist Fessenheim wieder verstärkt in den Fokus geraten. Die beiden Basel und der Kanton Jura forderten Anfang Monat offiziell die Stilllegung des Atomkraftwerks. Die Forderung wurde in Frankreich zwar zur Kenntnis genommen – eine sofortige Stilllegung will man dort aber nicht. Generalratspräsident Philippe Richert betonte, zuerst müssten mögliche Krisenszenarien geprüft werden. Es sei wesentlich, jetzt nicht nur unter dem Eindruck von Fukushima zu handeln.
«Kein Grund, irgendein AKW zu schliessen»
Dabei ist die Sorge um die Sicherheit Fessenheims durchaus berechtigt. Das AKW liegt im so genannten Oberrheingraben, einer seismisch sehr aktiven Zone. Gemäss den Betriebern soll Fessenheim einem Beben der Stärke 6,5 standhalten können.
Über den Weiterbetrieb von Fessenheim sollte im März entschieden werden. Jetzt, nach den Vorkommnissen in Jaoan, will sich die Atomkontrollbehörde ASN erst im Juni dazu äussern, ob das AKW weitere zehn Jahre am Netz bleiben soll. Ende März sagte der Chef der französischen Atomaufsicht allerdings in der Wirtschaftszeitung «Les Echos», es gebe keinen Grund, «irgendein AKW in Frankreich zu schliessen».
Deutschland will Schweizer «Schrottmeiler» weg haben
In Deutschland sorgt man sich nicht nur um das AKW Fessenheim. Immer lauter werden auch Stimmen, die fordern, Schweizer «Schrottmeiler» müssten vom Netz. Im Visier ist vor allem das AKW Beznau. Mehr dazu hier.
(agenturen/sf/schl)
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J. Schär, Thurgau
)
(login.sf.tv
Verfasst am: 8.4.2011 18:58
Das AKW Fessenheim ..
..ist genauso möglichst schnell vom Netz zu... mehr
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W. Starnberger, Therwil
)
(waltstarn
Verfasst am: 8.4.2011 17:41
Da herrscht meistens Westwind
Fessenheim dürfte für Deutschland das grössere... [2] mehr
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