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Wo es sich in der Schweiz am längsten lebt

Sonntag, 3. April 2011, 12:59 Uhr

In welchen Kantonen werden Herr und Frau Schweizer am ältesten? Das Bundesamt für Statistik (BFS) ging der Frage nach und kam zum Schluss: kommt drauf an. Nebst der Lebenserwartung an sich unterscheidet sich auch der Ort, wo Frauen und Männer gut altern.

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Entwicklung der Lebenserwartung 1876 - 2003 Lebenserwartung bei Geburt, in Jahren. Quelle: bfs

Eine Analyse der Todesfall-Statistiken zeigt: 2008/2009 betrug die Lebenserwartung bei der Geburt für die in der Schweiz lebenden Männer 79,7 Jahre und für die Frauen 84,3 Jahre. Die Zahlen wurden im jüngsten «demos»-Newsletter des Bundesamtes für Statistik veröffentlicht.

Wo Männer über 80 werden

In Zug lag die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer bei 81,4 Jahren – das sind fast zwei Jahre mehr als im Landesschnitt. Auch in den Kantonen Uri, Basel-Landschaft, Tessin, Nidwalden, Zürich, Aargau, Genf und Appenzell Ausserrhoden lag die Lebenserwartung für Männer bei über 80 Jahren.

Lebenserwartung der Männer 2008/09Lebenserwartung bei Geburt, in Jahren. Durschnittliche Lebenserwartung der Männer für die gesamte Schweiz: 79,7Quelle: bfs

 

≥ 80,5

 

80,0 - 80,4

 

79,5 - 79,9

 

79,0 - 79,4

 

< 79,0

Bei den Frauen werden im Schnitt die Tessinerinnen am ältesten (85,8 Jahre), gefolgt von den Genferinnen (85,2 Jahre).

Der Kanton Glarus liegt auf dem letzten Platz, mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 77,7 Jahren für Männer und von 82,5 Jahren für Frauen. Auf dem zweitletzten Platz punkto Lebenserwartung liegt Basel-Stadt - mit 78,3 Jahren für die Männer und 83,3 Jahren für die Frauen.

Lebenserwartung der Frauen 2008/09Lebenserwartung bei Geburt, in Jahren. Durschnittliche Lebenserwartung der Frauen für die gesamte Schweiz: 84,3Quelle: bfs

 

≥ 85,0

 

84,5 - 84,9

 

84,0 - 84,4

 

83,5 - 83,9

 

< 83,5

Die Lebenserwartung war nicht immer in denselben Kantonen am höchsten. Eine Analyse der vergangenen 28 Jahre zeigt, dass bei den Männern acht verschiedene Kantone und bei den Frauen deren sechs den ersten Platz beanspruchen konnten.

Ursachen schwierig zu bestimmen

Das BFS führt die kantonalen Unterschiede bei den zu erwartenden Lebensjahren auf verschiedene Faktoren zurück wie gesellschaftliche und berufliche Strukturen der Bevölkerung, regionale Ernährungsgewohnheiten, Raucheranteil, Religion oder Spital-Infrastruktur. Es lasse sich aber nur schwer in Erfahrung bringen, welche Faktoren genau diese Abweichungen verursachten.

Immerhin könne man eine Liste der häufigsten Todesursachen zusammenstellen, die für die Unterschiede verantwortlich sind. Bei den Männern sind in den Kantonen Glarus und Appenzell Innerrhoden Todesfälle aufgrund von Hirngefässkrankheiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufiger als in den anderen Kantonen. Im Kanton Jura sind tödliche Krebserkrankungen und Verkehrsunfälle besonders häufig.

Wenig Suizide bei Tessiner Frauen

Bei den Frauen sei die «relative Übersterblichkeit» (oder relativ niedrige Lebenserwartung) in den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Glarus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen, in Basel-Stadt auf Tumore und Atemwegserkrankungen, schreibt «demos».

Die Tessinerinnen hätten die hohe durchschnittliche Lebenserwartung einer niedrigen Sterblichkeit infolge von Selbstmorden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verdanken.

Die Schweiz liegt weltweit auf Rang 4

Blickt man auf weltweite Zahlen, so belegt die Schweiz einen Spitzenplatz. Nur Japan, Hong Kong und Island haben im Schnitt höhere Lebenserwartungen, wie Zahlen der UNO zeigen.

Lebenserwartung nach Ländern 2005/10

Lebenserwartung bei Geburt, nach Jahren. Schätzung aufgrund aktueller altersspezifischer Sterberate. (Quelle: UN Statistics Division)

1. Japan 82,6
2. Hong Kong 82,2
3. Island 81,8
4. Schweiz 81,7
10. Frankreich 80,7
12. Italien 80,5
20. Deutschland 79,4
36. USA 78,3
--------- Weltschnitt 67,2
192 Sambia 42,4
193 Mosambique 42,1
194 Swasiland 39,6

Am unteren Ende der Rangliste figurieren meist afrikanische Länder. Sambia, Mosambique und Swasiland sind die traurigen Schlusschlichter. Swasiland liegt gar 40 Prozent unter dem Weltschnitt.

(sda/frua)

Kommentare aktiv...

K. Gsell, Geroldswil
(KG Mann)
Verfasst am: 5.4.2011 12:19

Unsinnige Statistiken

Da sich der Kanton Tessin zum Altersheim der... mehr

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A. Bauert, Bern
(A.Bauert Mann)
Verfasst am: 3.4.2011 16:53

Sinnloser Kantonsvergleich - kein sinnvoller Geschlechtervergleich?

Wieso sterben Männer früher als Frauen?... [1]  mehr

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D. Münger II, Zürich
(demagoge Mann)
Verfasst am: 3.4.2011 14:33

Eine weitere sinnlose Statistik...

mit Steuergeldern finanziert und... [3]  mehr

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