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«Dok»: Kachelmanns rätselhafter Fall

Hansjürg Zumstein
Donnerstag, 31. März 2011, 9:04 Uhr

Seit Monaten beschäftigt sich das Landgericht Mannheim mit dem Fall Kachelmann. Die wichtigsten Zeugen und Gutachter haben zwar bereits ausgesagt, doch eine Urteilsverkündigung ist nicht in Sicht. Ein Dokumentarfilm rekapituliert den harzigen Prozessverlauf und zeigt Hintergründe des Verfahrens.

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6. September 2010: Vor der 5. Grossen Strafkammer des Landgerichts Mannheim beginnt an diesem Tag das Verfahren gegen den Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 8. Februar 2010 seine Geliebte brutal vergewaltigt zu haben. Kachelmanns Verteidigung bestreitet und beschuldigt die Ex-Geliebte, alles erfunden zu haben. Aussage steht gegen Aussage.

Seit Monaten suchen die Richter nach der Wahrheit – auch mit Hilfe von zahlreichen Zeugen. Im Zentrum stehen insbesondere die Auftritte des Kriminaltechnikers sowie der Rechtsmediziner.

In Interviews beschreiben prominente Prozessbeobachter, wie sie die Verhandlungen erlebt haben. So auch Gisela Friedrichsen, die bekannte «Spiegel»-Gerichtsreporterin.

«Spiegel»-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen findet den Prozess «seltsam».

Tanja May von der Illustrierten «Bunte» hat zahlreiche Ex-Geliebte von Jörg Kachelmann interviewt. Ihre Rolle ist deswegen umstritten, weil die «Bunte» einer Zeugin für ein Interview 50‘000 Euro bezahlt hat. Und schliesslich spricht auch die Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer, am Prozess als «Bild»-Journalistin unterwegs.

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer findet, Kachelmann könnte als Frauen-Verführer einen Bestseller schreiben.

Der Dokumentarfilm beschreibt, wie die Rechtsmediziner versuchen, anhand der Verletzungsspuren abzuklären, welche Version zutrifft. Das mutmassliche Opfer gibt an, Kachelmann habe es mit einer Messerklinge massiv am Hals verletzt. Der Wettermann bestreitet. Nun kommen alle Rechtsmediziner zum Schluss, dass die Verletzung nicht von einer Messerklinge stammen könne. Hat sich die Ex-Geliebte die Halswunde selbst zugefügt? Ist Kachelmann also unschuldig?

«Betrogene Frauen selber schuld»

Das Gericht versucht, sich durch die Einvernahme der Ex-Geliebten ein umfassenderes Bild der Persönlichkeit von Kachelmann zu machen. Unbestritten ist, dass Kachelmann viele Frauen angelogen hatte. Viele Beobachter kritisieren allerdings, deren Schilderungen würden nicht zur Wahrheitsfindung beitragen. Und einige sind der Meinung, die betrogenen Frauen seien selber schuld. So auch Sabine Rückert, Gerichtsreporterin für «Die Zeit».

Sabine Rückert kann nicht nachvollziehen, warum die Ex-Geliebten Kachelmanns Spiel so lange mitmachten.
Kommentare aktiv...

G. Bossert, Safenwil
(boga Frau)
Verfasst am: 31.3.2011 16:24

Ein einziges Medienspektakel

Der Prozess ist längst gelaufen. Wenig Fakten,... mehr

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A. Arnold, Ebikon
(A.Arnold Frau)
Verfasst am: 31.3.2011 15:46

Seltsamer Prozess und sehr unschön!

Frau Gisela Friedrichsen sagt das richtig! Weder... mehr

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B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 31.3.2011 13:43

Das ganze Getue um Kachelmann

wuerde Sinn machen, wenn Gerichte wie Medien... mehr

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