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BS und BL für Abschaltung von AKW Fessenheim

Dienstag, 22. März 2011, 15:43 Uhr

Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft machen sich Sorgen um die Sicherheit des AKW Fessenheim im Elsass. Sie verlangen die Abschaltung und sofortige Stilllegung dieser Anlage. Das AKW Fessenheim stelle eine ernsthafte Bedrohung für die regionale Bevölkerung dar.

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Die Regierungen beider Basel finden in Bezug auf die Sicherheitsmängel im nur 35 Kilometer nördlich von Basel gelegenen Atomkraftwerks Fessenheim deutliche Worte: Das AKW sei veraltet und dürfte gemäss Experten einem starken Erdbeben nicht standhalten, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Bild Das AKW steht im Elsass, unweit von Basel
Das AKW Fessenheim ist mit Baujahr 1977/1978 das älteste Kernkraftwerk Frankreichs. reuters

Sie verlangen deshalb von den französischen Behörden und von Electricité de France die Abschaltung und sofortige vorübergehende Stilllegung des AKW Fessenheim. Dies, bis eine intensive Kontrolle unter Einbezug der Ergebnisse aus den Ereignissen in Japan durchgeführt worden sei.

In Erdbebenregion gebaut

Der schwere nukleare Unfall in Japan bestärke die Regierungen beider Basel in der Meinung, dass das Werk eine ernsthafte Bedrohung darstelle. Dies umso mehr, als Fessenheim ein AKW der ersten Generation ist. Und es steht in einem nachweislich erhöht erdbebengefährdeten Gebiet, wie es weiter heisst. Der südliche Oberrheingraben, wo auch Fessenheim im Elsass liege, gehöre zu den aktivsten Erdbebengebieten Mitteleuropas.

Reaktorkühlung bei schwerem Beben nicht gewährleistet

Gemäss einer Inspektionsnotiz der französischen Atomaufsichtsbehörde von 2001 seien bei einem schweren Erdbeben im AKW Fessenheim einige Schutzfunktionen zur Sicherstellung der Reaktorkühlung nicht sicher gewährleistet. Zudem entspreche die französische Richtlinie zur Ermittlung der Erdbebengefährdung in Atomkraftwerken nicht dem Stand der gegenwärtigen Kenntnisse und Praxis. Die Kräfte eines starken Erdbebens würden signifikant unterschätzt, wie eine Expertise der Kantone Basel-Stadt und Jura aus dem Jahr 2007 ergeben habe.

In einem gemeinsamen Brief an Energieministerin Doris Leuthard wollen die beiden Regierungen sicherstellen, dass sei beim geplanten Treffen mit der französischen Umweltministerin auch die Risiken des AKW Fessenheim besprochen werden. Zudem solle sie sicherstellen, dass die Forderungen der Regierungsräte nach einer Abschaltung des AKW den französischen Behörden überbracht werden.

(sf/coro)

Kommentare aktiv...

U. Roesli, Zuerich
(Traumtaenzer Mann)
Verfasst am: 22.3.2011 21:50

Wieder mal....

...typisch Schweiz: Man geht im Ausland... [1]  mehr

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