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International

Liechtenstein: Ja zur Homo-Ehe

Mittwoch, 16. März 2011, 19:54 Uhr

Gleichgeschlechtliche Paare sollen sich im Fürstentum Liechtenstein registrieren lassen können. Regierung und Parlament haben sich klar für die Homo-Ehe ausgesprochen. Im Vorfeld hatte die Kirche vehement dagegen gekämpft.

Die Regierung hatte bereits Anfang 2010 mitgeteilt, dass sie die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare mit einem neuen Gesetz beseitigen wolle. Das neue Lebenspartnerschaftsgesetz gibt den Paaren nicht nur Rechte, es nimmt sie auch in die Pflicht.

So sollen homosexuelle Paare im Erbrecht, im Sozialversicherungsrecht, in der beruflichen Vorsorge, im Ausländer- und Einbürgerungsrecht, im Steuerrecht sowie im übrigen öffentlichen Recht mit Ehepaaren gleichgestellt werden.

Katholisch-konservative kämpften gegen Gesetz

Ende 2010 gingen im katholisch geprägten Land die Wogen hoch: Katholisch-konservative Kreise hatten vehement gegen das neue Gesetz gekämpft.

Es hagelte Leserbriefe, Streitgespräche und Gastkommentare zum Thema. Aufgeschlossene Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner lieferten sich einen Schlagabtausch mit Leuten aus dem katholisch-konservativen Milieu.

Der Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas hatte seine Haltung bereits vor drei Jahren klar gemacht: «Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde», diktierte der Oberhirte der Tageszeitung «Liechtensteiner Vaterland».

(sf)