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Katastrophe in Japan

SF-Reporterin verlässt Japan

Chris Faschon
Dienstag, 15. März 2011, 12:33 Uhr, Aktualisiert 21:13 Uhr

Nachdem die Strahlungswerte rund um das AKW Fukushima steigen, hat sich auch SF-Sonderkorrespondentin Barbara Lüthi zur Abreise entschieden. Sie und ihr Team warten auf die Ausreise. Sie selbst spricht von «Momenten der Angst», die Japaner wiederum blieben «japanisch ruhig».

SF-Korrespondentin Barbara Lüthi zur Lage in Japan (Tagesschau 15.03.2011)

Lüthi spricht gegenüber «tagesschau.sf.tv» von einer vom Erdbeben und der Flutwelle zerstörten Umgebung im Norden des Landes, in der sich die Menschen aber immer noch sehr diszipliniert verhalten. «Es wird stundenlang auf rationiertes Benzin gewartet, aber ohne schubsen, alle bleiben ruhig. Jeder hier behält seine Würde.»

«Verheimlicht wird nichts»

Als Korrespondentin in China vergleiche sie die Situation mit dem Erdbeben dort vom vergangenen Jahr. Die Chinesen hätten damals völlig anders reagiert. In Japan gebe es weder Chaos, Plünderungen oder Unruhe.

«Als dann am Morgen die Neuigkeiten von austretender Strahlung ankamen, bekam man auch Angst. Die Gefahr ist ja nicht sichtbar.» Das Team von Lüthi, insgesamt vier Personen, sei aber nie unruhig geworden. Die japanische Produzentin habe dann im Auto jeweils die anderen beruhigt. «Schon beinahe stoisch.»

Nach der Nachricht, dass die Strahlungswerte steigen, sprachen die Japaner über die «defensive Informationspolitik der Regierung». «Auch die Japaner merken das», so Lüthi. Es werde aber nichts verheimlicht nach ihrer Einschätzung, man wolle einfach vorsichtig informieren, um eine Panik zu vermeiden.