Vermischtes
Mutter glaubt, dass Zwillinge noch leben
Zwei Wochen nach der Entführung läuft die Suche nach den Waadtländer Zwillingen Alessia und Livia weiter auf Hochtouren. Am Wochenende konzentrierten sich die Einsatzkräfte vor allem auf Korsika. Dort hat sich die Mutter der Mädchen mit einem Aufruf an die Medien gewandt.
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Zwei Wochen nach ihrer Entführung herrscht über das Schicksal der sechsjährigen Waadtländer Zwillinge Alessia und Livia weiterhin Unklarheit. Am Wochenende suchte die Polizei in Korsika und auch in Italien nach den verschwundenen Mädchen.
Die Mutter der Zwillingsschwestern wandte sich am Sonntag auf dem Flughafen von Ajaccio auf Korsika erneut an die Medien. Sie bat die Bevölkerung, mit der Polizei zusammenzuarbeiten: «Ich bitte Sie, rufen Sie die Polizei an, auch wenn Sie Zweifel haben oder wenn die Hinweise gering erscheinen.»
Mutter ist überzeugt, dass Kinder noch leben
Die Mutter und ihr Bruder waren am Sonntag auf Korsika eingetroffen. Mit einem Polizeihelikopter wurden sie von der französischen Polizei über die Insel geflogen, um diverse Orte nach Spuren der Kinder abzusuchen.
Sie habe nur wenig gesehen, sagte die Mutter nach dem Flug. Sie hatte zwei Plüschtiere ihrer Kinder bei sich, und sie gab sich überzeugt, dass die Kinder noch leben. Sie seien lebend auf Korsika gesehen worden. Nach der Pressekonferenz verliess sie die Insel in einem Privatflugzeug mit unbekanntem Ziel.
Zeugen wollen Mädchen auf Korsika gesehen haben
Schwerpunkt der Suche war am Wochenende der Norden der Insel. Dort hatte der Vater, der seine Kinder am 30. Januar in St-Sulpice (VD) entführt hatte, die Insel mit einer Fähre wieder in Richtung Festland verlassen – offenbar ohne Kinder.
In Macinaggio im Norden Korsikas hatte die Familie in der Vergangenheit Ferien gemacht. Zudem meldeten sich bei der italienischen Polizei mehrere Zeugen, welche die Zwillinge im Norden Korsikas in Begleitung einer blonden Frau gesehen haben.
Bereits früher Hinweise auf Unbekannte
Schon vergangene Woche waren Hinweise eingegangen, dass im Süden der Insel eine blonde Frau zusammen mit den Kindern gesehen worden sei. Die Aussagen der Zeugen werden aufgrund der gemachten Beschreibungen und Zeitangaben als glaubwürdig eingestuft.
Bei der Suche auf Korsika helfen auch zwei Beamte der Waadtländer Polizei sowie Kollegen der Polizei von Marseille. Die Ermittler schliessen noch immer nicht aus, dass der Vater möglicherweise die Leichen der Mädchen auf Korsika vergraben hat. In einem Brief hatte der Vater kurz vor seinem Selbstmord von der Tötung der Mädchen geschrieben.
Vater auf Überwachungskameras alleine unterwegs
Der Augenzeugenbericht eines Barmannes aus Ascoli in Mittelitalien stellt dieses Szenario allerdings in Frage. Der Mann sagte aus, er habe den Vater und die Mädchen am 2. Februar gesehen. Fünf Gäste seiner Bar hätten seine Beobachtung bestätigt. Aus der Region um Ascoli stammt die Mutter der Zwillinge.
Andere Hinweise wecken aber auch an diesen Schilderungen Zweifel. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurde der Vater in Frankreich mehrmals von Überwachungskameras gefilmt. Doch auf keinem dieser Bilder sind die Mädchen zu sehen.
Wurden Kinder bereits in der Schweiz getötet?
Deswegen gibt es auch Spekulationen, wonach der 43-Jährige die Kinder noch vor seiner Abreise bereits in der Schweiz umgebracht haben könnte. Die Polizei fand zum Beispiel die Auto-Kindersitze und Kuscheltiere der Mädchen im Haus des Vaters in St-Sulpice. Auch ihre Ausweise liess er zurück.
Aufschluss geben über Aufenthaltsorte des Vaters bis zu dessen Tod könnte das Navigationsgerät, das er unterwegs benutzt hatte. Nach dem Selbstmord des Vaters im süditalienischen Cerignola am 3. Februar wurde zwar das Auto gefunden, aber ohne das Gerät. Die italienische Polizei suchte in Cerignola danach.
(sda/stom)
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F. Meier, Zürich
)
(fmeier_zh
Verfasst am: 13.2.2011 14:46
Dies sind doch gute Anzeichen, dass die Zwillinge leben
Vielleicht wollte der Mann der Frau einfach noch... [1] mehr
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