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«Entführung» Neuheim (ZG): Vater wusste nicht, was er tat

Donnerstag, 10. Februar 2011, 10:32 Uhr, Aktualisiert 15:24 Uhr

Der Vater, der seine beiden Kinder nach Italien «entführte», leidet laut der Polizei unter einem «ernsthaften medizinischen Problem». Er habe den Bezug zur Realität verloren. Der Mann wird noch heute in eine Spezialklinik verlegt.

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Die italienische Polizei fand die Vermissten. colourbox

Der Familienvater sei sich nicht im Klaren gewesen, was um ihn herum vorgehe. Die Probleme des 50-jährigen Mannes seien aber nicht psychischer, sondern organischer Art, hält die Polizei fest. Strafrechtlich liege gegen den Vater nichts vor.

Seit gestern Abend spät sind der südlich von Mailand aufgegriffene Vater und seine beiden Kinder wieder zuhause. Sie trafen in Polizeibegleitung im Kanton Zug ein. Die Kinder befinden sich wieder in der Obhut der Mutter.

Von der Polizei eskortiert

Die italienische Polizei hatte den Vater und seine beiden Söhne gestern Abend bis zur Schweizer Grenze in Chiasso gebracht. Dort übernahmen Schweizer Polizisten die zuvor Vermissten und brachten sie in einem Polizeiauto zurück in den Kanton Zug. Der Mann machte bei seiner Ankunft einen psychisch verwirrten Eindruck, weshalb er sogleich in ein Spital gebracht wurde.

Kindern geht es gut

Den Kindern geht es gemäss dem Zuger Polizeisprecher Marcel Schlatter gut. Auch während der Reise nach Italien sei es ihnen blendend gegangen. «Es war zwar ein Ausflug in ein Einkaufszentrum geplant, aber dann freuten sie sich über die Reise mit ihrem Vater nach Italien.» Geschlafen hätten sie wohl im Auto.

Als das Benzin ausging und der Vater mit seinen 7- und 10-jährigen Söhnen südlich von Mailand auf einer Raststätte strandete, machten die Knaben das Beste daraus und vertrieben sich die Zeit, indem sie mit Lastwagen-Chauffeuren spielten. Diese gaben ihnen auch etwas zu essen.

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Die Armee suchte mit einem Super Puma nach den Vermissten. keystone

Hohe Kosten für die Suche

Die Suche nach den Vermissten war mit grossem Aufwand betrieben worden. Nach der Vermisstmeldung am Montagabend löste die Zuger Polizei einen Grosseinsatz aus und schrieb die drei Personen im Schengener Informationssystem aus. Sie wurde bei der Suche von der Schweizer Armee unterstützt, die unter anderem einen Super Puma Helikopter einsetzte.

Wer für die entstandenen Kosten aufkommen muss, ist laut dem Zuger Polizeisprecher Marcel Schlatter derzeit schwierig zu sagen. Immerhin werde die Armee dem Kanton Zug für den Super Puma nichts in Rechnung stellen.

(sda/ bucf/ halg)

Kommentare aktiv...

J. Zihlmann, Salinas
(casasinnombre Mann)
Verfasst am: 10.2.2011 19:07

Gut raus gekommen

Ein grosses BRAVO an die Zugerpolizei und ihrem... [1]  mehr

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K. Müller, Zürich
(gengafan Mann)
Verfasst am: 10.2.2011 16:50

Schön, dass alles gut ausgegangen ist

Schön auch, dass die Armee dem Kanton Zug nichts... mehr

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R. Meier

Verfasst am: 10.2.2011 16:01

Aha, man versucht also mit allen Mitteln, "mildernde

Umstände" zu finden - Kuschljustiz pur. [2] 

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