Schweiz
«Froue hei nüt z’politisierä»
Vor genau 40 Jahren hat die Mehrheit der Schweizer «Mannen» den Frauen die Mündigkeit zugetraut und ihnen an der Urne das Stimmrecht zugesprochen. Die Gegner polterten: «Frauen sollen in der Küche bleiben, die haben nichts zu politisieren». Sie wurden nicht erhört. Ein Rückblick zeigt, wie 1970 Stimmung gemacht wurde.
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Mit Plakat-Kampagnen zielten die Gegner auf die Rabenmutter und das Mannsweib. Der Bub, der ein schlechtes Zeugnis nachhause bringt, weil die Mutter keine Zeit mehr hat. Das kleine Mädchen in zerrissenem Röcklein und in der Nase bohrend fragt sich, wann denn das Mütterlein heimkäme.
Die Frau: gut für die Erziehung der Kinder, den Haushalt und wohltätige Arbeiten. Dies waren die Hauptargumente der Gegner. Nicht nur Männer waren dieser Meinung. Auch Schweizer Frauen waren überzeugt, «dass unsere Mannen das schon recht machen.»
Die Frauen sollen bleiben, wo sie sind. Nämlich in der Küche. «Die haben nichts zu stimmen, nichts zu politisieren. Sonst sind wir die Dummen», ereiferte sich ein älterer Herr. Ein gelassenerer Westschweizer fand die Abstimmung obsolet. Denn die Mehrheit der Frauen, wolle das Stimmrecht gar nicht.
Der Bundesrat hatte 1969 kurz vor Jahresende eine Vorlage für das Stimmrecht der Frauen in eidgenössischen Angelegenheiten verabschiedet. Dagegen kämpfte etwa die Eidgenössische Aktion gegen die Frauenstimmrechtsvorlage.
«Ungleiches soll nicht gleichgesetzt werden»
An einer Versammlung erläuterte der Präsident des Komitees die Gründe für seinen Kampf. «Ungleiches soll nicht gleichgesetzt werden, sonst wiederfahre dem Menschen die grösste Ungerechtigkeit.»
Anstelle von Argumenten gegen das Frauenstimmrecht, verteidigte er sich viel mehr gegen die Angriffe der Befürworter. Der Hauptzweck ihrer Kampagne richte sich gegen das Klischee-Denken, welches ihnen unterstellt werde, sagte er Präsident. «Es geht uns nicht darum, die Rückkehr der Frau zu den ominösen 3 K’s zu postulieren (Kinder, Kirche, Küche).»
Der Präsidentin des Bundes für Schweizerinnen gegen das Frauenstimmrecht war es lästig, bereits wieder über das Thema zu diskutieren. «Dieses 'Gstürm' über das Frauenstimmrecht.» Beim ersten Anlauf im Jahre 1959 hatte es das Schweizer Stimmvolk mit einem massiven Nein niedergeschmettert.
«Die Erfahrungen, die wir bis jetzt gemacht haben mit der Gleichberechtigung haben sich ja absolut zum Nachteil der Frau ausgewirkt», war die Präsidentin der Meinung. «Jetzt schlagen wir nochmals auf den gleichen Nagel wir vor zehn Jahren.»
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R. dorn, zürich
)
(auweia
Verfasst am: 7.2.2011 23:41
Dümmlicher als diese Diskussion gehts kaum
und à propos Brechreiz: Stellt sich regelmässig... mehr
Zustimmen — 17 Leser sind auch dieser Meinung.
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D. Generation, Bern
)
(Generation
Verfasst am: 7.2.2011 19:11
Früher
Früher konnte Frau wenigstens noch kochen und... mehr
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I. Kognito, Zürich
)
(kognito
Verfasst am: 7.2.2011 17:54
Prima Sache
Also ich schätze das Frauenstimmrecht sehr. So... mehr
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