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«Froue hei nüt z’politisierä»

Franziska Engelhardt
Montag, 7. Februar 2011, 15:44 Uhr

Vor genau 40 Jahren hat die Mehrheit der Schweizer «Mannen» den Frauen die Mündigkeit zugetraut und ihnen an der Urne das Stimmrecht zugesprochen. Die Gegner polterten: «Frauen sollen in der Küche bleiben, die haben nichts zu politisieren». Sie wurden nicht erhört. Ein Rückblick zeigt, wie 1970 Stimmung gemacht wurde.

Bild Auf einer Schwarzweiss-Zeichnung hält ein Mann in der Sennen-Tracht seiner Frau den Mund zu
«Ungleiches soll nicht gleichgesetzt werden», dies eines der Gegnerargumente. sf

Mit Plakat-Kampagnen zielten die Gegner auf die Rabenmutter und das Mannsweib. Der Bub, der ein schlechtes Zeugnis nachhause bringt, weil die Mutter keine Zeit mehr hat. Das kleine Mädchen in zerrissenem Röcklein und in der Nase bohrend fragt sich, wann denn das Mütterlein heimkäme.

Plakat-Kampagne gegen das Frauenstimmrecht (Archiv)

Die Frau: gut für die Erziehung der Kinder, den Haushalt und wohltätige Arbeiten. Dies waren die Hauptargumente der Gegner. Nicht nur Männer waren dieser Meinung. Auch Schweizer Frauen waren überzeugt, «dass unsere Mannen das schon recht machen.»

Die Frauen sollen bleiben, wo sie sind. Nämlich in der Küche. «Die haben nichts zu stimmen, nichts zu politisieren. Sonst sind wir die Dummen», ereiferte sich ein älterer Herr. Ein gelassenerer Westschweizer fand die Abstimmung obsolet. Denn die Mehrheit der Frauen, wolle das Stimmrecht gar nicht.

Stimmen der Frauenstimmrechts-Gegner (Archiv)

Der Bundesrat hatte 1969 kurz vor Jahresende eine Vorlage für das Stimmrecht der Frauen in eidgenössischen Angelegenheiten verabschiedet. Dagegen kämpfte etwa die Eidgenössische Aktion gegen die Frauenstimmrechtsvorlage.

«Ungleiches soll nicht gleichgesetzt werden»

An einer Versammlung erläuterte der Präsident des Komitees die Gründe für seinen Kampf. «Ungleiches soll nicht gleichgesetzt werden, sonst wiederfahre dem Menschen die grösste Ungerechtigkeit.»

Anstelle von Argumenten gegen das Frauenstimmrecht, verteidigte er sich viel mehr gegen die Angriffe der Befürworter. Der Hauptzweck ihrer Kampagne richte sich gegen das Klischee-Denken, welches ihnen unterstellt werde, sagte er Präsident. «Es geht uns nicht darum, die Rückkehr der Frau zu den ominösen 3 K’s zu postulieren (Kinder, Kirche, Küche).»

Die Komitees gegen die Frauenstimmrechtsvorlage (Archiv)

Der Präsidentin des Bundes für Schweizerinnen gegen das Frauenstimmrecht war es lästig, bereits wieder über das Thema zu diskutieren. «Dieses 'Gstürm' über das Frauenstimmrecht.» Beim ersten Anlauf im Jahre 1959 hatte es das Schweizer Stimmvolk mit einem massiven Nein niedergeschmettert.

«Die Erfahrungen, die wir bis jetzt gemacht haben mit der Gleichberechtigung haben sich ja absolut zum Nachteil der Frau ausgewirkt», war die Präsidentin der Meinung. «Jetzt schlagen wir nochmals auf den gleichen Nagel wir vor zehn Jahren.»

Kommentare aktiv...

R. dorn, zürich
(auweia Mann)
Verfasst am: 7.2.2011 23:41

Dümmlicher als diese Diskussion gehts kaum

und à propos Brechreiz: Stellt sich regelmässig... mehr

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D. Generation, Bern
(Generation Frau)
Verfasst am: 7.2.2011 19:11

Früher

Früher konnte Frau wenigstens noch kochen und... mehr

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I. Kognito, Zürich
(kognito Mann)
Verfasst am: 7.2.2011 17:54

Prima Sache

Also ich schätze das Frauenstimmrecht sehr. So... mehr

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